Das baut die öffentliche Hand
Bundesasylzentrum Altstätten
Im Gebiet Hädler entsteht ein Bundesasylzentrum mit 390 Schlafplätzen und rund 100 Arbeitsplätzen. Nach Verzögerungen aufgrund baulicher Probleme ist die Inbetriebnahme für September 2026 vorgesehen. Die Baukosten werden mit rund 43 Millionen Franken angegeben.
Regionalgefängnis Altstätten
Das Regionalgefängnis wird von 45 auf 126 Plätze erweitert; die zusätzliche Nutzfläche beträgt rund 7300 Quadratmeter. Für das Projekt bewilligte der Kanton ursprünglich 60,2 Millionen Franken, hinzu kamen 17,3 Millionen für die aufwendige Sanierung PFAS-belasteter Böden. Der Neubau soll 2027 bezogen werden, danach folgt die Erneuerung des bestehenden Gefängnistrakts. Der Abschluss des Gesamtprojekts ist für 2028 vorgesehen.
A13-Anschluss Buchs
Seit April 2026 erneuert das Bundesamt für Strassen den Autobahnanschluss Buchs. Die bestehende Überführung wird vollständig ersetzt, der Verkehrsknoten an der Langäulistrasse neu gestaltet und der Langsamverkehr separat geführt. Die Hauptarbeiten beginnen 2027. Das Projekt kostet rund 65 Millionen Franken, wovon der Bund 55 Millionen übernimmt.
Spital Grabs
Der Standort Grabs wird für 126 Millionen Franken ausgebaut. Neben dem bereits genutzten Haus R entstehen die Häuser S und O mit zusätzlichen Betten sowie Räumen für Onkologie, Radiologie und weitere medizinische Angebote. Die Neubauten sollen Ende 2027 beziehungsweise Anfang 2028 fertiggestellt werden. Seit Juni 2026 wird das stationäre Angebot des früheren Spitals Altstätten in Grabs weitergeführt.
Kantonsstrasse zum See und Anschluss Witen
Im März 2026 genehmigte das Stimmvolk die neue Kantonsstrasse zwischen Goldach und Rorschach samt Beteiligung am Autobahnanschluss Witen. Die Kantonsstrasse kostet 206,7 Millionen Franken; zusätzlich beteiligt sich der Kanton mit 69,5 Millionen am Nationalstrassenprojekt. Bund und Gemeinden leisten weitere Beiträge. Das Vorhaben soll die Zentren vom Durchgangsverkehr entlasten und die Entwicklungsgebiete besser erschliessen.
Seewasserwerk Riet II, Goldach
Die Regionale Wasserversorgung St.Gallen baut in Goldach ein zweites Seewasserwerk. Die zwölf beteiligten Gemeinden und Versorgungsunternehmen gaben Anfang 2026 grünes Licht für die Investition von rund 60 Millionen Franken. Das Werk soll 2029 in Betrieb gehen und die Versorgungssicherheit für mehr als 150‘000 Menschen erhöhen.
Berufs- und Weiterbildungszentrum Rapperswil-Jona
Für 91 Millionen Franken entsteht im Südquartier ein neues Berufs- und Weiterbildungszentrum. Es ist für rund 1600 Lehrlinge beziehungsweise 95 Klassen ausgelegt und beherbergt auch die Berufs- und Laufbahnberatung See-Gaster. Das Stimmvolk genehmigte das Projekt im März 2026 deutlich. Der Bezug ist für das Schuljahr 2033/34 geplant.
Zentrum Schachen, Rapperswil-Jona
Das neue Pflegezentrum mit 175 Plätzen sowie rund 90 Alterswohnungen nimmt Gestalt an. Das Pflegezentrum wird Ende November 2026 an die Stiftung RaJoVita übergeben; die Inbetriebnahme ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen. Allein das Pflegezentrum kostet rund 78,5 Millionen Franken.
Kantonsschule Sargans
Der südwestliche Gebäudetrakt der Kantonsschule wurde durch einen Neubau ersetzt. Zusammen mit den verbleibenden Trakten bildet er eine Anlage mit grossem Innenhof. Die Arbeiten wurden im Frühjahr 2026 weitgehend abgeschlossen; der Neubau steht ab dem Schuljahr 2026/27 vollständig zur Verfügung. Investiert wurden rund 50 Millionen Franken.
Bibliothek St.Gallen
Kanton und Stadt planen gemeinsam mit Helvetia eine öffentliche Bibliothek am Standort Union/Blumenmarkt. Nach Kritik wurde das Projekt redimensioniert. Im Februar 2026 beschlossen Kanton und Stadt jedoch, die Vorlage wegen fehlender politischer Mehrheiten um höchstens drei Jahre zurückzustellen. Wann Parlament und Stimmvolk entscheiden, ist damit wieder offen.
Busdepot VBSG, St.Gallen
Das frühere Gemeinschaftsprojekt von Verkehrsbetrieben und Stadtwerken wird nicht weiterverfolgt. Stattdessen wird das bestehende VBSG-Depot an der Steinachstrasse für rund 5,2 Millionen Franken ertüchtigt. Die Arbeiten erfolgen bis 2028 und sollen den Betrieb für ca. zehn weitere Jahre sichern. Parallel sucht die Stadt nach einem Standort für ein langfristiges Depotprojekt.
GBS St.Gallen
Das Gewerbliche Berufs- und Weiterbildungszentrum an der Demutstrasse wird umfassend erneuert und erweitert. Grundlage ist das Wettbewerbsprojekt «Les Halles» von Malte Kloes Architekten. Für das Vorhaben bewilligte das Stimmvolk 2019 einen Kredit von 111 Millionen Franken. Projektierung und Beschaffungen laufen; die etappenweise Realisierung reicht voraussichtlich bis in die frühen 2030er-Jahre.
Hallenbad Blumenwies, St.Gallen
Das Hallenbad ist seit Juli 2025 geschlossen und wird bis Ende 2027 erneuert und erweitert. Geplant sind unter anderem ein neues 25-Meter-Becken, eine ungefähr verdoppelte Wasserfläche und ein grösserer Wellnessbereich. Der Kredit beträgt 45,3 Millionen Franken; hinzu kommt eine Reserve von 1,65 Millionen. Die Wiedereröffnung ist für November 2027 vorgesehen.
Kantons- und Kinderspital St.Gallen
Das Haus 07A des Kantonsspitals ist bereits in Betrieb. Beim Haus 07B laufen seit 2025 die Arbeiten der letzten grossen Bauetappe; der gemeinsame Notfall von Erwachsenen- und Kinderspital soll 2030 eröffnet werden. Der Neubau des Ostschweizer Kinderspitals für 217 Millionen Franken wird im Septem-ber 2026 bezogen. Zusammen überschreiten die Investitionen auf dem Spitalcampus 600 Millionen.
Marktplatz und Bohl, St.Gallen
Die Stadt will Marktplatz und Bohl mit einem Marktpavillon, zusätzlichen Bäumen, Sitzgelegenheiten und einem Wasserspiel neu gestalten. Für das Vorhaben steht ein Rahmenkredit von 27,7 Millionen Franken zur Verfügung. Gegen das Bauprojekt gingen jedoch 27 Einsprachen ein. Der ursprünglich für Herbst 2025 geplante Baustart wurde deshalb auf unbestimmte Zeit verschoben.
Staatsarchiv St.Gallen
Im Gebiet Waldau entsteht ein zentraler Standort für das bisher auf drei Gebäude verteilte Staatsarchiv. Vorgesehen sind ein fünfgeschossiges unterirdisches Magazin und die Umnutzung des ehemaligen Zivilschutzausbildungszentrums. Das Stimmvolk genehmigte dafür 36 Millionen Franken. Gemäss offiziellem Terminplan soll der Bau noch 2026 beginnen.
Stadtautobahn St.Gallen
Das Bundesamt für Strassen erneuert die A1 zwischen Winkeln und Neudorf einschliesslich der Anschlüsse Kreuzbleiche und St.Fiden. Die Arbeiten umfassen Fahrbahnen, Brücken, Tunnel und technische Anlagen. Sie dauern voraussichtlich bis Sommer 2028. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 550 Millionen Franken.
Universität St.Gallen
Für den Campus Platztor liegt seit 2025 mit «Tsumiki» ein neues Siegerprojekt vor. Der Campus kostet rund 207 Millionen Franken, davon trägt der Kanton maximal 160 Millionen. Die Eröffnung ist für 2032 vorgesehen. Zur Überbrückung des Raummangels baut der Kanton zudem für 28 Millionen Franken ein wiederverwendbares Lehrraumprovisorium am Girtannersberg, das 2029 bereitstehen soll.
Interventionszentrum St.Margrethen
Bund und Kanton errichten ein gemeinsames Interventionszentrum für das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit und die Kantonspolizei. Der Bund investiert 87,6 Millionen Franken. Die Bauarbeiten sind für 2026 bis 2029 vorgesehen. Das Zentrum umfasst rund 13‘750 Quadratmeter Nutzfläche und bündelt Einsatzkräfte, Fahrzeuge und technische Infrastruktur an einem Standort.
Campus Wattwil
Die neue Kantonsschule nahm im August 2026 den Betrieb auf. Sie bietet Raum für rund 720 Schüler und ist Teil des 108-Millionen-Franken-Projekts Campus Wattwil. Als zweite Etappe werden das Berufs- und Weiterbildungszentrum Toggenburg sowie die Sportanlagen erneuert. Der Baustart dafür ist 2028 vorgesehen, die Fertigstellung etwa 2031.
Forensik-Station Wil
Auf dem Areal der Psychiatrie St.Gallen entsteht eine Forensik-Station mit 16 regulären Behandlungsplätzen und drei Intensivzimmern. Sie dient psychisch kranken Menschen in Haft und dem stationären Massnahmenvollzug. Bund und Kanton investieren zusammen 20,4 Millionen Franken. Die Eröffnung ist für Sommer 2027 geplant.
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