St.Galler Festspiele 2026

Solist:innen Festspieloper

Solist:innen Festspieloper
Lesezeit: 2 Minuten

Amber R. Monroe und Marcelo Puente

Amber R. Monroe (Aida)

Mit Amber R. Monroe steht bei den Festspielen 2026 eine Sopranistin im Zentrum, die auf dem Sprung in eine neue internationale Sichtbarkeit ist. In Giuseppe Verdis Aida übernimmt die US-Amerikanerin die Titelrolle und gibt damit zugleich ihr Europadebüt.

Monroe stammt aus Youngstown im US-Bundesstaat Ohio und wurde am Oberlin Conservatory of Music sowie am University of Cincinnati College-Conservatory of Music ausgebildet. Wichtige Stationen waren zudem das Cafritz Young Artists Program der Washington National Opera, das Merola Opera Program und die Santa Fe Opera. 2025/26 gab sie ihr Rollendebüt als Aida an der Washington National Opera; nun folgt St.Gallen.

Aida verlangt mehr als eine schöne Stimme. Die Partie braucht lyrische Wärme, dramatische Kraft und darstellerische Glaubwürdigkeit. Genau darin liegt Amber R. Monroes Profil: Sie gilt als Sopranistin mit grosser Präsenz und emotionaler Tiefe. Für St.Gallen ist ihr Auftritt deshalb mehr als eine Besetzung. Es ist ein Europadebüt in einer grossen Verdi-Rolle und ein Festspielmoment mit Entdeckungspotenzial.

Marcelo Puente (Radamès)

Der argentinische Tenor Marcelo Puente übernimmt bei den Festspielen 2026 in Verdis Aida die Partie des Radamès. Damit steht Amber Monroe als Aida ein international erfahrener Sänger gegenüber, der an grossen Opernhäusern bereits in zentralen Rollen des italienischen Repertoirs überzeugt hat.

Puente wurde in Argentinien geboren und studierte am Conservatorio Córdoba sowie am Teatro Colón in Buenos Aires. Seine Laufbahn führte ihn an renommierte Häuser wie das Royal Opera House Covent Garden, die Opéra national de Paris, die Deutsche Oper Berlin, die Staatsoper Stuttgart, die Scala in Mailand, die Staatsoper Hamburg, die Semperoper Dresden, die Canadian Opera Company und die Wiener Staatsoper. Dort wird er als bedeutender Lirico-Spinto-Tenor geführt.

Radamès gehört zu den grossen Prüfsteinen des Verdi-Fachs. Die Partie verlangt nicht nur tenorale Strahlkraft, sondern auch lyrische Noblesse und glaubwürdige Bühnenpräsenz. Marcelo Puente bringt dafür die nötige Erfahrung mit: Er sang unter anderem Pinkerton in Madama Butterfly, Cavaradossi in Tosca, Don José in Carmen und weitere grosse Partien des italienischen und französischen Repertoires.

Text: Stephan Ziegler

Bild: zVg

Auch interessant

Festspielatmosphäre im Museumsquartier
St.Galler Festspiele 2026

Festspielatmosphäre im Museumsquartier

Technik, die man nicht sehen soll
St.Galler Festspiele 2026

Technik, die man nicht sehen soll

Wie Klang zu Kunst wird
St.Galler Festspiele 2026

Wie Klang zu Kunst wird