60 Jahre Lüchinger Metallbau AG

Ausbildung, die im Alltag besteht

Ausbildung, die im Alltag besteht
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Guter Metallbau beginnt mit guten Leuten. Und gute Leute entstehen nicht zufällig: Sie werden im Betrieb geformt, auf der Baustelle gefordert und in der Werkstatt begleitet. Bei der Lüchinger Metallbau AG hat die Ausbildung von Lernenden deshalb einen festen Platz im Tagesgeschäft.

Cédric Bandel, Werkstattleiter und Ausbildner der Metallbauer, kennt beide Seiten. Er steht mitten in der Produktion und schaut gleichzeitig darauf, dass die Lernenden nicht nur sauber arbeiten, sondern auch verstehen, warum etwas so und nicht anders gemacht wird. «Wir möchten, dass sie Verantwortung übernehmen und am Ende selbstständig Lösungen finden können», sagt Bandel.

Cédric Bandel
Cédric Bandel

Stabilität, Durchlässigkeit und Perspektiven

Lüchinger bildet Metallbauer und Metallbaukonstrukteure aus. Ziel ist es, kontinuierlich vier Lernende als Metallbauer und ein bis zwei als Metallbaukonstrukteure auszubilden. Dieses System schafft Stabilität, Durchlässigkeit und Perspektiven.

Wie praxisnah das läuft, zeigen Projekte, die über den üblichen Werkstattauftrag hinausgehen. Ein Beispiel ist die von Lernenden gebaute «Piaggio-Weinbar» für Nüesch-Weine in Balgach, bei der Planung, Fertigung und Teamarbeit gleichermassen gefordert waren. Bandel begleitete das Projekt, umgesetzt wurde es von den jungen Fachleuten selbst. Solche Arbeiten, sagt er, «machen sichtbar, was in den Lernenden steckt».

Samuel Bücheli hat diese Schule durchlaufen und war auch bei der Piaggio-Weinbar dabei. Einst Lernender bei Lüchinger, arbeitet er heute als Metallbauer im Team Kriessern. «Ich habe früh gemerkt: Hier lässt man dich machen, aber man lässt dich nicht allein», sagt er. Für Bücheli war genau diese Mischung entscheidend. Heute gibt er Erfahrungen weiter, wenn neue Lernende neben ihm an der Werkbank stehen oder auf Montage Verantwortung übernehmen.

Samuel Bücheli
Samuel Bücheli

Tägliche Lernkurve

Seit Beginn der Ausbildungstätigkeit hat das Unternehmen rund 40 Lernende erfolgreich ausgebildet. Aktuell lernen beispielsweise Mina Kühnis und Nico Kobler im Betrieb; Kühnis bildet sich zur Metallbau-Konstrukteurin aus, Kobler zum Metallbauer. Beide erleben den Wechsel zwischen Zeichnung, Werkstatt und Baustelle als tägliche Lernkurve. «Man sieht sofort, ob eine Lösung funktioniert», sagt Kühnis. Kobler ergänzt: «Am meisten lerne ich, wenn es anspruchsvoll wird.» Und beide widmen dem Team ein Kränzchen: «Hier wird man weder von oben herab behandelt noch jemals alleingelassen.»

Für Lüchinger ist die Nachwuchsförderung auch ein Versprechen an Kunden und Region: Wer heute gut ausbildet, liefert morgen bessere Arbeit.

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