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Vom Hotel Savoy bis Rolex: Wüst Metallbau setzt Massstäbe

Vom Hotel Savoy bis Rolex: Wüst Metallbau setzt Massstäbe
Walter Wüst
Lesezeit: 4 Minuten

Die Wüst Metallbau AG aus Altstätten realisiert anspruchsvolle Stahl- und Metallbaulösungen für Kunden mit hohen Anforderungen. Projekte wie das Hotel Savoy, ein Bürohaus an der Müllerstrasse in Zürich sowie Arbeiten für Rolex und Tudor zeigen, wie breit das Unternehmen aufgestellt ist.

Seit 1975 steht die Wüst Metallbau AG für Stahl-, Metall- und Fassadenbau, Metall-Glas-Fassaden, Schlosserarbeiten, Treppen- und Messebau. Das Familienunternehmen ist im Rheintal verwurzelt, arbeitet aber national und international. Am Standort Altstätten entstehen Lösungen, die technische Präzision, gestalterischen Anspruch und handwerkliche Erfahrung verbinden.

Für Inhaber Walter Wüst liegt die Stärke des Unternehmens nicht nur in der Fertigung, sondern im gesamten Prozess. «Was uns auszeichnet, ist die Kombination aus handwerklicher Präzision, langjähriger Erfahrung und einer sehr lösungsorientierten Denkweise», sagt er. Bei Wüst Metallbau gelte der Grundsatz: «Geht nicht gibt’s nicht.»

Wüst Metallbau begleite Projekte von der Planung über die Fertigung bis zur Montage und habe die wichtigen Kompetenzen im eigenen Haus. «Dadurch können wir flexibel reagieren, kurze Entscheidungswege nutzen und unseren Kunden jederzeit die Qualität bieten, die sie erwarten.»

«Nachhaltiges Bauen bietet grosses Potenzial für die Zukunft.»

Hotel Savoy: Wenn Standardlösungen nicht genügen

Diese Arbeitsweise zeigt sich besonders bei Projekten, bei denen Standardlösungen nicht ausreichen. Beim Hotel Savoy in Zürich führte Wüst Metallbau verschiedene Metallbauarbeiten aus. Dazu gehörten Alu-Türen, die Haupteingangsverglasung, Sichtschutz- und Schallschutzelemente sowie die Nachrüstung denkmalgeschützter Balkongeländer mit Maschengittern. Zudem wurde ein gewendelt geführtes Treppengeländer vom Erdgeschoss ins erste Obergeschoss gefertigt, vor Ort verschweisst, gestrichen und mit einem Eichenholzhandlauf versehen.

Gerade historische Gebäude stellen besondere Anforderungen. Bestehende Strukturen, gestalterische Vorgaben und technische Anforderungen müssen zusammengeführt werden. «Bei historischen Gebäuden trifft man selten auf Standardsituationen», sagt Walter Wüst. «Viele Anschlüsse und Details müssen individuell geplant und gefertigt werden. Gleichzeitig darf die bestehende Bausubstanz nicht beeinträchtigt werden.» Die Stärke seines Unternehmens liege darin, technische Anforderungen und gestalterische Ansprüche miteinander zu verbinden und Lösungen zu finden, die architektonisch, dem Heimatschutz und den Baubehörden entsprechen.

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Das Projekt Müllerstrasse 16/20 verbindet Metallbau und Nachhaltigkeit.
Das Projekt Müllerstrasse 16/20 verbindet Metallbau und Nachhaltigkeit.

Nachhaltigkeit an der Müllerstrasse

Ein anderes Beispiel ist das Projekt Müllerstrasse 16/20 in Zürich. Das Bürohaus wurde 1980 fertiggestellt, 2018 von Swiss Prime Site übernommen und für einen neuen Mieter totalsaniert. Die Sanierung erfolgte nach den Prinzipien des «Neuen Zirkulären Bauens». Dabei wurde konsequent auf Wiederverwendung, Trennbarkeit und Rückbaubarkeit gesetzt. Bestehende Bauteile aus dem Gebäude oder aus Rückbauprojekten anderer Objekte wurden angepasst und in das neue Gebäude integriert.

Für Wüst Metallbau war das ein Auftrag, der nicht nur Präzision verlangte, sondern auch ein anderes Denken in Planung und Ausführung. Das Unternehmen übernahm zentrale Metallbauarbeiten. Sämtliche Stützen im Innenbereich wurden mit präzise gefertigten Metallverkleidungen ummantelt. Die Bodenkanäle für Elektro- und Datenleitungen wurden so integriert, dass sie zugänglich und erweiterbar bleiben. Sichtbare Zugstangen in markanten Metallprofilen geben dem offenen Tragwerk einen technisch-edlen Ausdruck. Auch die Eingangslobby trägt mit hochwertigen Oberflächen, filigranen Details und sorgfältiger Verarbeitung die Handschrift von Wüst Metallbau.

Walter Wüst sieht in diesem Projekt ein Beispiel dafür, wohin sich das Bauen entwickeln kann. «Besonders war der konsequente Gedanke der Nachhaltigkeit», sagt er. «Es ging nicht nur darum, Neues zu bauen, sondern bestehende Ressourcen möglichst sinnvoll weiterzuverwenden. Das erfordert ein Umdenken in Planung und Ausführung, bietet aber grosses Potenzial für die Zukunft des Bauens.»

Auch im Metallbau selbst gewinnt Nachhaltigkeit an Gewicht. Viele Materialien lassen sich wiederverwenden oder recyceln. Gleichzeitig ermöglicht Metall langlebige und flexible Konstruktionen. Für Walter Wüst ist deshalb klar, dass der Metallbau künftig eine wichtige Rolle spielen kann, wenn ressourcenschonende und zukunftsfähige Lösungen gefragt sind.

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Präzision für Rolex, Tudor und Patek Philippe

Ein dritter Bereich, in dem Wüst Metallbau seine Erfahrung einbringt, ist der Messebau. Im Rahmen der Watch & Wonders in Genf war das Unternehmen für Metallbau- und Stahlbauarbeiten vor Ort für die Marken Rolex, Tudor und Patek Philippe tätig. Als Generalunternehmen für Rolex und Tudor sowie für die Koordination von rund 40 weiteren Unternehmen wurde die Gesamtverantwortung für Planung, Organisation und Ausführung übernommen. Wüst Metallbau brachte dabei Fachwissen und handwerkliche Kompetenz ein und trug zur termingerechten und qualitativ hochwertigen Umsetzung bei.

Für Walter Wüst sind solche Aufträge mehr als Referenzen. «Solche Projekte sind für uns eine besondere Auszeichnung des Vertrauens und gleichzeitig eine Bestätigung unserer Arbeit», sagt er. Internationale Luxusmarken stellten höchste Anforderungen an Qualität, Präzision, Zuverlässigkeit und punktgenaue Termineinhaltung. «Dass wir für solche Kunden tätig sein dürfen, zeigt, dass unser Team auf einem sehr hohen Niveau arbeitet. Darauf sind wir natürlich stolz.»

«Altstätten ist unsere Heimat und ein wichtiger Teil unserer Identität.»

Verwurzelt im Rheintal

Der Standort Altstätten bleibt für Wüst Metallbau dabei zentral. «Altstätten ist unsere Heimat und ein wichtiger Teil unserer Identität», sagt Walter Wüst. Hier seien die Wurzeln des Unternehmens, hier arbeiteten viele langjährige Mitarbeiter, und hier werde die Unternehmenskultur gepflegt. Gleichzeitig ermögliche der Standort, Projekte in der ganzen Schweiz und darüber hinaus zu realisieren. «Die Verbundenheit mit der Region und die Offenheit für neue Herausforderungen ergänzen sich sehr gut.»

Am Ende steht bei Wüst Metallbau nicht das einzelne Prestigeprojekt im Vordergrund, sondern das Zusammenspiel von Team, Erfahrung und Vertrauen. «Am meisten stolz sind wir auf unsere Mitarbeiter und das Vertrauen unserer Kunden», sagt Walter Wüst. Viele Projekte erschienen zu Beginn sehr anspruchsvoll oder beinahe unmöglich. «Wenn wir gemeinsam eine Lösung finden und am Ende ein zufriedener Kunde vor uns steht, dann ist das für uns der grösste Erfolg.»

Text: Patrick Stämpfli

Bild: Marlies Beeler-Thurnheer, zVg

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