Digital Conference Ostschweiz 2026: Wenn KI auf Cybersecurity trifft
Die Konferenz hat sich in den letzten Jahren als eine der wichtigsten Digitalveranstaltungen der Ostschweiz etabliert. Sie verbindet technologische Entwicklungen mit strategischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fragestellungen und schafft eine Plattform für Austausch, Inspiration und Vernetzung.
KI und Cybersecurity als strategische Schlüsselthemen
Künstliche Intelligenz verändert Geschäftsmodelle, Prozesse und Entscheidungsmechanismen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Sicherheit und Resilienz digitaler Systeme. Die Digital Conference 2026 greift diese Spannung bewusst auf und stellt die Frage, ob KI die Cybersicherheit stärkt oder neue Risiken schafft.
Damit positioniert sich die Konferenz klar an der Schnittstelle von Technologie, Organisation und Gesellschaft. Sie richtet sich nicht nur an IT-Spezialisten, sondern auch an Führungskräfte, Unternehmer und Verantwortliche, die digitale Transformation strategisch gestalten müssen.
Hochkarätige Keynotes
Das Programm der Digital Conference Ostschweiz 2026 kombiniert technologische Expertise mit gesellschaftlicher Reflexion.
Zu den angekündigten Keynote-Speakern gehört der Philosoph und Publizist Richard David Precht. Er zählt zu den bekanntesten Intellektuellen im deutschsprachigen Raum und beschäftigt sich in seinen Arbeiten mit den Auswirkungen technologischer Entwicklungen auf Gesellschaft, Arbeit und Demokratie.
Mit Jill Wick steht eine Expertin für Security Awareness auf der Bühne, die den menschlichen Faktor in der Cybersicherheit ins Zentrum stellt. Sie verbindet psychologische Erkenntnisse mit technologischen Fragestellungen und zeigt, wie Manipulation und Social Engineering in Cyberangriffen wirken.
Einen stark technologischen Fokus bringt Anna-Lena Horlemann ein. Die Professorin für theoretische Informatik und Mathematik forscht im Bereich Informationstheorie und Post-Quantum-Kryptographie und wird 2026 einen neuen Lehrstuhl für Quantum Computing and Information Theory aufbauen.
Mit Henriette Engbersen ergänzt eine erfahrene Auslandkorrespondentin das Programm. Die frühere SRF-Korrespondentin in London befasste sich jahrelang mit politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in Grossbritannien. Heute leitet sie bei der SRG den Bereich «Public Value» und verantwortet Projekte zur Erkennung von Desinformation.
Interaktive Formate und Austausch
Neben den Keynotes setzt die Digital Conference auf interaktive Elemente. Breakout-Sessions ermöglichen vertiefte Diskussionen zu spezifischen Fragestellungen und fördern den Austausch zwischen Teilnehmern aus unterschiedlichen Branchen.
Das Programm ist bewusst kompakt strukturiert. Nach der offiziellen Begrüssung folgen drei Keynotes, eine Networking-Pause, interaktive Sessions und die Verleihung des Digital Shapers. Den Abschluss bildet ein Apéro riche, der Raum für informelle Gespräche bietet.
Auszeichnung Digital Shaper Ostschweiz
Ein fester Bestandteil der Konferenz ist die Auszeichnung des Digital Shapers. Sie würdigt Persönlichkeiten, die die digitale Entwicklung der Ostschweiz prägen. Die Verleihung ist nicht nur ein symbolischer Höhepunkt, sondern auch ein Indikator für Trends und Innovationen in der regionalen Digitalwirtschaft.
Für die digitale Zukunft der Ostschweiz
Organisiert wird die Digital Conference Ostschweiz von einem Netzwerk regionaler Akteure, darunter <IT>rockt!, LEADER und east#digital. Die Konferenz versteht sich als gemeinsame Plattform für Unternehmen, Start-ups, Forschungseinrichtungen und Institutionen.
Damit spiegelt sie die digitale Dynamik der Region wider. Die Ostschweiz positioniert sich zunehmend als Standort für Technologie, Innovation und digitale Geschäftsmodelle. Die Digital Conference fungiert dabei als Scharnier zwischen regionaler Wirtschaft und globalen Technologietrends.
Mehr als eine Konferenz
Die Digital Conference Ostschweiz 2026 ist nicht nur ein Branchentreffen, sondern ein Spiegel der digitalen Transformation. Sie zeigt, wie eng technologische Innovation, Sicherheit und gesellschaftliche Fragen miteinander verknüpft sind. Tickets für die Digital Conference sind ab April erhältlich.
Die zentrale Frage bleibt offen und bewusst provokativ: Wird Künstliche Intelligenz zum Schutzschild gegen Cyberangriffe oder zum Beschleuniger neuer Risiken? Antworten darauf liefert die Konferenz am 8. September 2026 in St.Gallen.
Text: Patrick Stämpfli
Bild: zVg
