St.Gallen

«Wir müssen die Angst vor KI ablegen»

«Wir müssen die Angst vor KI ablegen»
Andy Kutter
Lesezeit: 2 Minuten

Als Hauptsponsor engagiert sich Kyos für die Digital Conference Ostschweiz. Geschäftsführer Andy Kutter erklärt, weshalb Cybersecurity in die Geschäftsleitungen gehört, was die Conference für die Ostschweiz besonders macht und warum Unternehmen KI nicht aus Angst den anderen überlassen sollten.

Andy Kutter, warum engagiert sich Kyos für die Digital Conference Ostschweiz?
Cybersecurity war in der Ostschweiz lange ein Thema, über das man erst nach einem Vorfall gesprochen hat. Die Digital Conference bringt es dorthin, wo es hingehört: in die Geschäftsleitungen und Verwaltungsräte, nicht nur in die IT-Abteilungen. Kyos ist seit über 25 Jahren ein Schweizer Unternehmen und baut seine Ostschweizer Präsenz seit 2016 von St.Gallen aus. Eine Plattform mitzutragen, die Entscheider aus Wirtschaft, Verwaltung und Forschung zusammenbringt, ist für uns deshalb Standortpflege im eigentlichen Sinn.

Was macht die Digital Conference Ostschweiz aus Ihrer Sicht zu einer wichtigen Plattform?
Sie ist in dieser Form einzigartig in der Schweiz. Eine Professorin für Kryptografie, ein Philosoph, eine Wirtschaftspsychologin, ein Regierungsrat und Praktiker aus Versicherung und Beratung an einem Tag: Diese Dichte findet man selten. Zudem kommen internationale Hersteller nach St.Gallen, die man sonst eher an Veranstaltungen in Zürich oder Genf antrifft. Für die Ostschweizer Wirtschaft bedeutet das kurze Wege und direkte Kontakte. Diese Nähe macht aus einer Konferenz ein Netzwerk.

«Die DCONO bringt Cybersecurity dorthin, wo sie hingehört: in die GL und den VR.»

Welches Thema oder welcher Impuls der Conference ist Ihnen besonders geblieben?
Der Beitrag von Henriette Engbersen zur Erkennung von Desinformation hat mich sehr beeindruckt. Wenn wir nicht mehr unterscheiden können, was echt ist und was nicht, wird das zu einer Sicherheitsfrage für die ganze Gesellschaft. Und natürlich Richard David Precht. Ich durfte ihn vor rund 15 Jahren bei einem Bier kennenlernen. Zu sehen, wie ein voller Saal am Ende eines langen Konferenztages konzentriert seinen Einschätzungen folgte, war eindrücklich.

Wie fällt Ihr Fazit nach der Conference aus?
Die zentrale Erkenntnis ist für mich: Wir müssen die Angst ablegen. KI ist weder gut noch böse, sondern ein Werkzeug. Angreifer nutzen sie längst, Verteidiger ebenfalls. Wer sich aus Angst nicht damit befasst, überlässt das Feld den anderen. Deshalb lautet mein Fazit: neugierig bleiben, ausprobieren und die Risiken bewusst im Blick behalten. Das gilt für ein KMU genauso wie für einen Sicherheitsanbieter wie uns.

Text: Patrick Stämpfli

Bild: Marlies Beeler-Thurnheer

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