Berufsbildung ins Rampenlicht
Die Hans Huber Stiftung will sich künftig noch aktiver in die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Diskussionen in der Ostschweiz einbringen. Im Zentrum ihrer Tätigkeit bleibt dabei die duale Berufsbildung. Diese verbindet fundiertes Wissen mit praktischer Erfahrung, eröffnet jungen Menschen vielfältige Perspektiven und bildet die Fachkräfte von morgen aus.
Gleichzeitig will die Stiftung den Austausch zwischen Wirtschaft, Schulen und Eltern stärken und den Werkplatz Ostschweiz stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken. Vorerst liegt der Fokus auf der Ostschweiz, künftig sollen die Aktivitäten auch ins Schweizer Mittelland und darüber hinaus ausgeweitet werden. «Eine erfolgreiche Berufsbildung braucht das Zusammenspiel aller Beteiligten und ein Umfeld, das jungen Menschen Perspektiven bietet und ihre Talente fördert», sagt Arthur Blank, Geschäftsführer der Hans Huber Stiftung.
Eine Plattform für Leistungen und Engagement
Um ihre Aktivitäten zur Förderung und Weiterentwicklung der dualen Ausbildung zu bündeln und sichtbar zu machen, hat die Stiftung die Initiative «GENIAL-DUAL» ins Leben gerufen. Sie schafft eine Plattform für herausragende Leistungen, engagierte Ausbildungsbetriebe und Persönlichkeiten, die sich für die berufliche Zukunft junger Menschen einsetzen.
Jährlicher Höhepunkt der Aktivitäten ist die Best of Class Award Night. An diesem Abend werden die besten Lehrabsolventen für ihre Leistungen ausgezeichnet, verdiente Persönlichkeiten für ihr Lebenswerk geehrt sowie Unternehmen und engagierte Persönlichkeiten für ihren Einsatz in der Lehrlingsausbildung gewürdigt. «Die Best of Class Award Night ist mehr als eine Preisverleihung: Sie ist ein Zeichen der Wertschätzung für hervorragende Leistungen und eine Bühne für Vorbilder», sagt Blank.
Vier Auszeichnungen werden jährlich im Rahmen der Award Night vergeben. Der NextGen Award zeichnet die besten Lehrabsolventen im Einzugsgebiet der Hans Huber Stiftung aus. Dieses umfasst die Kantone Thurgau, St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden sowie Graubünden und Liechtenstein. Der Inspiration Award würdigt Personen und Unternehmen, die sich mit besonderem Engagement für die duale Berufsbildung einsetzen und inspirierende Impulse geben. Mit dem Lifetime Award werden Persönlichkeiten für langjähriges Engagement und nachhaltige Wirkung in der Berufsbildung ausgezeichnet. Der Coach Award richtet sich an Trainer, die junge Berufsleute auf dem Weg zu erfolgreichen Teilnahmen an Berufsmeisterschaften begleiten. Der Award wird ausschliesslich in Jahren vergeben, in denen Berufsmeisterschaften stattfinden.
Hinzu kommt der Nationale Bildungspreis, den die Hans Huber Stiftung gemeinsam mit der Stiftung FH SCHWEIZ vergibt. Im Mittelpunkt steht jeweils ein Unternehmen, das sich durch besonderes und nachhaltiges Engagement für die Berufsbildung auszeichnet.
Vorbilder zeigen mögliche Wege
Damit verfolgen die Best of Class Awards einen bewusst breiten Ansatz. Sie rücken nicht nur herausragende Lehrabsolventen ins Zentrum, sondern auch das Umfeld, das erfolgreiche Berufsausbildungen ermöglicht. Ausbildungsbetriebe, Coaches und Persönlichkeiten mit langjährigem Engagement werden ebenso sichtbar gemacht.
Eine besondere Bedeutung kommt dabei Vorbildern zu. Persönlichkeiten wie Roland Brack, Jens Breu oder Alessia Schrepfer sollen mit ihren unterschiedlichen Werdegängen verdeutlichen, welche Möglichkeiten eine Berufslehre eröffnet. «Eine Lehre ist nicht das Ende einer Karriere, sie ist deren Startpunkt», sagt Blank. Sie vermittle praktische Erfahrung und Fachwissen, schaffe eine solide Grundlage für die weitere berufliche Entwicklung und halte viele Türen offen.
Breite Sichtbarkeit für die Berufsbildung
Über die Awards hinaus soll eine breit angelegte Kampagne der Initiative «genial dual» zusätzliche Aufmerksamkeit für die duale Berufsbildung schaffen. Sie richtet sich an Schüler, Eltern, Lehrpersonen, Berufsbildner, Unternehmen und die Öffentlichkeit. Im Zentrum steht die Botschaft: «Eine Lehre hält alle Zukünfte offen.»
Dafür verbindet die Kampagne klassische Aussenwerbung mit digitalen Kanälen. Plakate und digitale Screens an stark frequentierten Standorten sorgen für eine sichtbare Präsenz im öffentlichen Raum. Ergänzend wird die Botschaft über Online-News-Portale, Connected TV und Social Media ausgespielt. Während sich die Social-Media-Aktivitäten insbesondere an Eltern richten, spricht die Stiftung über LinkedIn gezielt Entscheidungsträger aus Wirtschaft und Politik an.
Nicht nur Klicks und Reichweite
Den Erfolg der Kampagne will die Hans Huber Stiftung nicht allein an Reichweiten und Klickzahlen messen. Entscheidend ist für sie, ob die Botschaft in der Gesellschaft ankommt und etwas bewegt. Als Erfolg wertet die Stiftung, wenn über die duale Berufsbildung gesprochen wird, Unternehmen, Institutionen und weitere Partner die Initiative aufgreifen und eigene Aktivitäten entwickeln und auch die Politik die Bedeutung der Berufsbildung stärker in den Fokus rückt.
Letztlich soll sich die Wirkung vor allem bei den jungen Menschen zeigen. Entscheiden sich weiterhin viele Jugendliche für eine Berufslehre oder steigt ihr Anteil sogar, wäre dies für die Stiftung ein wichtiges Zeichen, dass ihre Botschaft Wirkung entfaltet. «Wir wollen nicht nur Aufmerksamkeit schaffen, sondern eine Bewegung auslösen», sagt Blank. 2026 soll dabei erst der Anfang sein. Die Kampagne soll auch über das laufende Jahr hinaus weitergeführt und ausgebaut werden.
