30 Jahre PP Autotreff

Die Lehre ist erst der Anfang

Die Lehre ist erst der Anfang
Daniel Keller und Vanessa Stäger
Lesezeit: 3 Minuten

Daniel Keller begann bei PP Autotreff als Lernender und gehört heute zur Geschäftsleitung; Vanessa Stäger steht im zweiten Monat ihrer KV-Lehre. Zwischen ihren Einstiegen liegt viel beruflicher Wandel. Was sie verbindet, sind die Freude am Lernen und Menschen, die ihnen etwas zutrauen.

Wenn Daniel Keller an seine Lehrzeit bei PP Autotreff zurückdenkt, kommen ihm die gemeinsamen Pausen in den Sinn. Im kleinen Pausenraum wurde gelacht und gewitzelt, und er gehörte direkt dazu. «Ich habe mich von Anfang an als Teil der Familie gefühlt.» Heute führt er das Wittenbacher Unternehmen als Mitglied der Geschäftsleitung mit.

Geblieben ist auch die Erinnerung an das Aquarium im Büro von Daniel und Raphael Vogel, das Keller monatlich reinigte. Das Büro war frisch renoviert, die Wände neu gestrichen. «Nach dem Reinigen musste ich zum Befüllen ungefähr zehn- bis 15-mal mit einer Giesskanne durch die Werkstatt laufen – das fanden vor allem die Mechaniker sehr amüsant.» Die offene, direkte Art seiner Kollegen erleichterte ihm den Einstieg.

Eine Chance mit 21

Mit 21 Jahren wechselte Keller in den Verkauf. Reto Bürge war damals Verkaufsleiter, auch Daniel Vogel unterstützte den Entscheid. «Obwohl ich keine Ausbildung im Verkauf hatte, durfte ich hier arbeiten.» Die Chance eröffnete ihm ein Tätigkeitsfeld, in dem er sich bis heute wohlfühlt. Das Vertrauen in seine Fähigkeiten hat ihn geprägt. Auch Kundengespräche hinterliessen Spuren. Jemand gab ihm das Motto «Ganz oder gar nicht» mit auf den Weg. Keller sagt: «Ich fand das inspirierend; es bedeutet mir bis heute noch viel und ich lebe danach: Ganz oder gar nicht – mach es richtig oder lass es sein.» Sein Weg zeigt, wie eine neue Aufgabe einer Laufbahn eine neue Richtung geben kann.

Noch einmal neu anfangen

Eine neue Richtung hat auch Vanessa Stäger eingeschlagen. Sie hat eine Ausbildung als Fachfrau Betreuung Kinder abgeschlossen und danach die Berufsmaturität im Bereich Gesundheit und Soziales absolviert. Nun macht sie bei PP Autotreff eine zweite Lehre im kaufmännischen Bereich. Der Entscheid knüpft an eine Entdeckung aus ihrer ersten Ausbildung an: «Dort habe ich gemerkt, dass mir Organisatorisches viel Freude bereitet.»

Nach wenigen Wochen fällt ihr Urteil über den Empfang im Team ähnlich aus wie Kellers Rückblick: «Ich habe mich direkt wohlgefühlt.» Zugleich entdeckt sie, wie viel Arbeit hinter einem Autokauf steckt. «Ich habe nicht damit gerechnet, was alles für Abläufe und Arbeiten im Hintergrund erledigt werden müssen», sagt sie.

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Was hinter dem Verkauf steckt

In der Disposition unterstützt Stäger das Backoffice des Verkaufs. Sie lernt, Rückvergütungen und Flottenrabatte zu bearbeiten, Fahrzeuge zu erfassen und das Fahrzeuglager zu bewirtschaften. Hinzu kommen die Vorbereitung der Verkaufsprovisionen, Debitoren und Kreditoren, das Prüfen und Erfassen von Rechnungen sowie das Mahnwesen. «Besonders die Arbeit in der Disposition und Buchhaltung ist abwechslungsreich.»

Keller hat erlebt, wie sich diese Arbeitswelt verändert hat, besonders in der IT. Früher schrieb man sämtliche Aufträge von Hand. Rückblickend sei dabei wohl «ein ganzer Lastwagen voller handgeschriebener Aufträge» zusammengekommen, die abgelegt und archiviert werden mussten. Stäger startet unter anderen Voraussetzungen. Geblieben ist die Aufgabe, sich neue Kenntnisse anzueignen und in die Abläufe hineinzuwachsen.

Lernen braucht auch Geduld

Wenn Stäger nicht weiterweiss, kann sie sich an Nemanja Eberle wenden, der als Ausbildungsverantwortlicher und Disponent tätig ist. Das gibt ihr Sicherheit. «Ich freue mich, mit der Zeit immer selbstständiger zu werden», sagt sie. Ebenso freut sie sich, wenn sie merkt, was sie bereits allein geschafft hat.

Keller kennt auch die anstrengenden Seiten einer Ausbildung. Seine Lehrzeit hatte strenge Phasen, die ihn gestärkt haben. Gerade deshalb ist ihm Geduld wichtig: «Man braucht viel Verständnis für die Lehrlinge.» Klappt etwas nicht gleich, erklärt er es gerne nochmals. Ebenso zählt für ihn die gegenseitige Unterstützung: «Ich schätze es sehr, wenn jemand die Arbeit sieht, anderen hilft und keinen Tunnelblick hat.»

Daniel Kellers Weg macht Vanessa Stäger Mut: «Nach dem Abschluss meiner Lehre möchte ich mein Wissen im kaufmännischen Bereich gerne mit einer höheren Weiterbildung vertiefen und in Zukunft auch mehr Verantwortung übernehmen.» Wohin sie das führen wird, lässt sie offen. «Ich bin aber gespannt, welche Möglichkeiten sich mir eröffnen.»

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