Ostschweiz

Strässle führt SVIT Ostschweiz in die Zukunft

Strässle führt SVIT Ostschweiz in die Zukunft
Claudia Strässle
Lesezeit: 4 Minuten

An der 92. Generalversammlung des SVIT Ostschweiz vom 4. Mai auf dem Wolfsberg feierte Claudia Strässle ihre Premiere als Präsidentin. Sie und der gesamte Vorstand wurden einstimmig wiedergewählt. Inhaltlich standen die politischen Herausforderungen für die Immobilienbranche, Bildungsthemen, erfolgreiche Verbandsanlässe und ein Ausblick auf den Schweizer Immobilienmarkt im Zentrum.

Text: pd/stz.

Der «Wolfsberg – UBS Center for Education and Dialogue» als Austragungsort der 92. Generalversammlung des SVIT Ostschweiz war aussergewöhnlich. Hoch über Ermatingen gelegen und mit Blick auf den Untersee des Bodensees, bot er einen würdigen Rahmen für die Veranstaltung. Trotz der eindrücklichen Aussicht schafften es die gut 100 Teilnehmer, davon 39 Stimmberechtigte, sich auf das Geschehen im Saal zu konzentrieren.

Dort führte erstmals Claudia Strässle als Präsidentin durch die Versammlung. Weniger erfreulich waren hingegen 14 kurzfristige Abmeldungen und 8 No-Shows, eine enttäuschend hohe Zahl. Anwesend waren dafür die aus Zürich angereisten Michel Molinari, Präsident SVIT Schweiz, und Marcel Hug, CEO SVIT Schweiz. Molinari richtete zudem eine Grussbotschaft an die Versammlung.

Thomas Mesmer
Thomas Mesmer

Informieren und einbringen

In ihrem Jahresbericht spannte Strässle den Bogen von globalen Entwicklungen bis hin zu den konkreten Auswirkungen auf die Schweiz und die Immobilienbranche. «Steigende Energiepreise, die aktuellen Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten oder mögliche Veränderungen bei der Zusammenarbeit mit der EU sind Faktoren, die die Schweizer Wirtschaft und damit auch den Immobilienmarkt direkt beeinflussen könnten», so die Präsidentin.

Dazu kommen Initiativen rund um Mietpreisregulierungen, Wohnschutz oder stärkere staatliche Eingriffe. Als Beispiel dafür nannte Strässle die Wohnschutzinitiative «Bezahlbare Wohnungen schützen. Leerkündigungen stoppen» im Kanton Zürich. «Ein Blick in den Kanton Basel-Stadt zeigt, wie gut so etwas funktioniert: Seit der Annahme wird dort 76 Prozent weniger in die Sanierung von Liegenschaften investiert.»

Deshalb lautete ihr Appell an die Mitglieder: sich zu informieren, eine eigene Meinung zu bilden, sich in die Diskussion einzubringen und aktiv zu werden. Denn: «Der Kampf endet nicht vor der Ostschweiz.»

Mattes Films  
Matthias Hutter
Matthias Hutter

Akademie Rapperswil neu dabei

Im Anschluss an die Rede der Präsidentin folgte ein Blick in die einzelnen Ressorts. In der Grundausbildung, verantwortet von Melanie Inauen, standen die Nachwuchsförderung und die Begleitung junger Talente im Fokus. So führte der SVIT Ostschweiz auch 2025 das Format «Hello Career» sowie die Ehrung der besten Lernenden der Ostschweiz aus dem Bereich Treuhand/Immobilien durch.

Neuigkeiten gab es aus dem Ressort Erwachsenenbildung unter der Leitung von Cornel Eisenring. Dort konnte die Akademie Rapperswil zusätzlich zu den bisherigen Weiterbildungspartnern Akademie St.Gallen und bzb Buchs gewonnen werden.

Erfreuliches hatte Eisenring auch zur Weiterbildung «Fachausweis Immobilienbewirtschafter» zu berichten. Gesamtschweizerisch lag die Erfolgsquote aller 533 Teilnehmer bei 67,1 Prozent. Im Vorjahr betrug sie noch 51,2 Prozent. In der Ostschweiz absolvierten im Lehrgang 2025/26 gesamthaft 24 Immobilienprofis die Weiterbildung. 17 traten zur Prüfung an, zwölf waren erfolgreich. «Eine Erfolgsquote von 70 Prozent ist stark. Warum jedoch jemand nicht zur Prüfung antritt, ist mir hingegen ein Rätsel», so Eisenring.

Melanie Inauen
Melanie Inauen

Auch bei den Anlässen, betreut von Matthias Hutter, blieb der SVIT Ostschweiz aktiv. Der Ostschweizer Impulsevent «Immovision» war bei seiner zweiten Durchführung ebenso ein Erfolg wie die bereits etablierte Veranstaltung «Immoment» und der Neujahrsapéro als alljährliches Highlight.

Besonders die «Immovision» hob Hutter hervor. «Der Start ist uns gut gelungen. Wir sind aber noch nicht dort, wo wir sein wollen. Es wäre schön, wenn alle Mitglieder den Anlass ins Jahresprogramm aufnehmen würden. So können wir gemeinsam den Event wieder zu dem machen, was er damals als Auftakt zur Immo-Messe St.Gallen war», sagte er.

Bereits bekannt sind die Daten für die nächste «Immovision» am 19. August 2026 im Würth Haus in Rorschach SG, den Neujahrsapéro am 4. Januar 2027 in der Lokremise St.Gallen und die 93. Generalversammlung am 3. Mai 2027 im Park Unique in Oberriet.

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Slam-Poet Richi Küttel
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Gesamter Vorstand wiedergewählt

Die restlichen Traktanden wurden zügig abgehandelt. Sie alle wurden einstimmig angenommen, von der Jahresrechnung, die mit einem Gewinn von 31.47 Franken abschloss, über das Budget bis hin zu den Wahlen.

Somit setzt sich der Vorstand wie bisher aus Claudia Strässle als Präsidentin, Matthias Hutter als Vizepräsident und Verantwortlicher für Anlässe, Melanie Inauen für die Berufsbildung, Thomas Mesmer für Finanzen, Netzwerk und Politik, Cornel Eisenring für Erwachsenenbildung, Michel Staubli für Marketing sowie Claudia Eberhart für das Sekretariat zusammen.

Einen exklusiven Rück- und Ausblick auf den Schweizer Immobilienmarkt und die regionale Situation gab zum Abschluss der 92. Generalversammlung Dr. Fabian Waltert, Chief Investment Office Swiss Real Estate bei UBS Switzerland. Mit einem Anstieg von 4,1 Prozent bei den Eigenheimpreisen sprach Waltert von einem erfolgreichen Jahr für die Immobilienbranche. Zumal die Nachfrage nach Wohneigentum ungebrochen bleibe. Weiterhin steigend seien zudem die Mieten, während es beim Angebot zu einer Verknappung komme. «Eine flächendeckende Wohnungsnot gibt es jedoch nach wie vor nicht», so Waltert.

Livia Brunnschweiler
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