Stadler-Aktionäre genehmigen Dividende und wählen zwei neue Verwaltungsräte
Text: pd/stz.
Rund 1400 Aktionäre nahmen an der 35. ordentlichen Generalversammlung der Stadler Rail AG teil. Sie vertraten 66.98 Prozent der insgesamt 100'000'000 Aktien. Im Zentrum stand der Rückblick auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025, in dem Stadler trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen wichtige Fortschritte erzielte.
Der Auftragseingang belief sich 2025 auf 6.1 Milliarden Franken, nach 6.4 Milliarden Franken im Vorjahr. Der Auftragsbestand stieg auf über 32 Milliarden Franken an. Ende 2024 hatte dieser noch 29.2 Milliarden Franken betragen. Der Umsatz erhöhte sich um 13 Prozent auf 3.7 Milliarden Franken. Im Vorjahr waren es 3.3 Milliarden Franken gewesen. Der EBIT lag bei 160.6 Millionen Franken, gegenüber 100.5 Millionen Franken im Vorjahr. Dies entspricht einer EBIT-Marge von 4.4 Prozent. Der Reingewinn hat sich mit 100.7 Millionen Franken gegenüber 55.0 Millionen Franken im Vorjahr fast verdoppelt.
Damit setzte Stadler den Kurs zur Ergebnisverbesserung fort. Die 2025 kommunizierte Erwartung eines Umsatzwachstums von deutlich über 10 Prozent wurde erfüllt. Auch die prognostizierte EBIT-Marge zwischen 4 und 5 Prozent wurde erreicht. Stadler verfügt damit über eine solide Grundlage für die kommenden Jahre. Mit seinem breiten Produktportfolio ist das Unternehmen im Schienenfahrzeugmarkt sehr gut positioniert. Bei den grünen Antriebstechnologien Batterie und Wasserstoff sieht sich Stadler als Weltmarktführer.
Peter Spuhler erwartet Umsatz von deutlich über 5 Milliarden Franken
«Stadler hat im vergangenen Jahr trotz anspruchsvollen Rahmenbedingungen wichtige Fortschritte erzielt. Wir konnten unsere Profitabilität steigern, den Umsatz erhöhen und den rekordhohen Auftragsbestand weiter ausbauen», sagte Verwaltungsratspräsident Peter Spuhler an der Generalversammlung. Für das laufende Geschäftsjahr zeigte er sich zuversichtlich: «Ich erwarte für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatz von deutlich über 5 Milliarden Franken sowie eine weitere Verbesserung der EBIT-Marge auf über 5 Prozent.»
Das Geschäftsjahr 2025 war weiterhin von den Folgen der Überschwemmungen in Valencia geprägt. Hinzu kamen die schwache wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland sowie der starke Schweizer Franken. Die erstarkte Schweizer Währung kostete Stadler im exportorientierten Markt 2025 rund 50 Millionen Franken Umsatz.
Trotz dieser Herausforderungen sorgen der gute Auftragseingang, der hohe Auftragsbestand und qualitativ hochwertige Aufträge für positive Impulse in den kommenden Jahren. Stadler gelang es, die operative Leistungsfähigkeit deutlich zu steigern und die Profitabilität zu verbessern. Auch Group CEO Markus Bernsteiner zeigte sich zuversichtlich: «Wir haben 2025 geliefert, Prozesse verbessert und wichtige Projekte vorangetrieben. Das zeigt, dass unsere Strategie greift und die Nachfrage nach nachhaltiger Mobilität weltweit hoch bleibt.»
Alle Anträge angenommen
Die Aktionäre genehmigten den Geschäftsbericht, die Jahresrechnung und die Konzernrechnung für das Geschäftsjahr 2025. Sie stimmten zudem der vorgeschlagenen Verwendung des Bilanzgewinns von 327'633'746 Franken zu und beschlossen eine Dividendenzahlung von 0.50 Franken pro Namenaktie brutto. Die Dividende wird mit Valuta 11. Mai 2026 ausbezahlt.
Des Weiteren erteilte die Generalversammlung den Mitgliedern des Verwaltungsrates und der Konzernleitung die Decharge. Peter Spuhler wurde erneut zum Präsidenten des Verwaltungsrates gewählt. Auch die zur Wiederwahl stehenden Verwaltungsräte sowie die Mitglieder des Vergütungsausschusses wurden für eine weitere Amtsdauer bis zur nächsten Generalversammlung bestätigt.
Zwei langjährige Verwaltungsräte verabschiedet
Mit der Generalversammlung schieden Christoph Franz und Wojciech Kostrzewa aus dem Verwaltungsrat aus. Christoph Franz trug mit seinem breiten Erfahrungshorizont in der Transportbranche wesentlich dazu bei, die internationale Ausrichtung und Innovationskraft von Stadler weiter zu stärken. Wojciech Kostrzewa brachte als erfahrener Unternehmer und Investor mit internationaler Perspektive wichtige Akzente zur nachhaltigen finanziellen Entwicklung ein.
«Ich danke Christoph Franz und Wojciech Kostrzewa ganz herzlich für ihr langjähriges Engagement während der vergangenen 15 beziehungsweise 14 Jahre. Sie haben entscheidend zur Entwicklung und dem Erfolg von Stadler beigetragen. Ich wünsche ihnen für die Zukunft viel Freude und Erfolg. Ganz besonders freut mich die Wahl von Christoph Franz in den Aufsichtsrat der Deutschen Bahn», sagte Peter Spuhler.
Sabrina Soussan und Michael Schöllhorn neu im Verwaltungsrat
Neu in den Verwaltungsrat gewählt wurden Sabrina Soussan und Michael Schöllhorn. Sabrina Soussan verfügt über langjährige internationale Führungserfahrung in den Bereichen Mobilität, Industrie und Technologie. Ab 1997 war sie international bei Siemens in verschiedenen Führungsfunktionen tätig, unter anderem als Vizepräsidentin für Regionalzüge und später als CEO der Geschäftseinheit Schienenfahrzeuge. Von 2017 bis 2020 leitete sie als Co-CEO Siemens Mobility.
Michael Schöllhorn bringt umfassende Expertise in den Bereichen Industrie, Luftfahrt sowie globales Projektmanagement mit. Seit 2021 ist er CEO von Airbus Defence and Space. Er verfügt über grosse Erfahrung im internationalen Projektgeschäft und stärkt mit seiner Industrie- und Führungserfahrung die strategische Ausrichtung des Unternehmens.
«Mit Sabrina Soussan und Michael Schöllhorn gewinnen wir zwei hervorragende neue Verwaltungsräte, mit grosser Erfahrung und internationaler Perspektive. Sie werden die Weiterentwicklung von Stadler mit wertvollen Impulsen unterstützen», sagte Peter Spuhler.
Die nächste ordentliche Generalversammlung der Stadler Rail AG findet voraussichtlich am 13. Mai 2027 statt.