St.Gallen

Stadler dementiert: Werk-Ausbau in St.Margrethen nicht auf Eis gelegt

Stadler dementiert: Werk-Ausbau in St.Margrethen nicht auf Eis gelegt
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Das Onlinemedium «Spatz Unterrheintal» tätigte in seiner letzten Ausgabe vom 16. April die Aussage, dass Stadler Rail den Ausbau des St.Margrether Werkes auf Eis lege. Eine Nachfrage bei Stadler zeigt: Das stimmt so nicht.

Text: pd/fam

Der «Spatz Unterrheintal» hatte berichtet, Stadler habe den Rekurs gegen die Vergabe eines SBB-Grossauftrags an Siemens zurückgezogen. So weit stimmt es. Allerdings behauptete der Spatz weiter: «Die Erweiterung des Werks in St.Margrethen mit 450 neuen Arbeitsplätzen wird deshalb vorläufig aufgeschoben. Gemäss Marc Meschenmoser, dem Sprecher von Stadler, wird der Ausbau vorerst auf Eis gelegt, bis zusätzliche Grossaufträge in Aussicht stehen.»

Stadler dementiert

Rheintal24 hakte bei Stadler nach. Jürg Grob, Stv. Leiter Kommunikation, sagte dazu: «Nein, das stimmt nicht und ist eine falsche Interpretation vom Spatz. Fakt ist: Das Baugesuch läuft noch. Der Ausbau dient der strategischen Vorsorge. Sollten wir zusätzliche grosse Aufträge gewinnen, wollen wir vorbereitet sein, um unsere Produktionskapazitäten gezielt erweitern zu können.»

An dem habe sich nichts geändert. «Einen konkreten Zeitpunkt für den Baubeginn können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht kommunizieren.» Kurz: Die im Spatz getätigte Aussage, dass Stadler das Bauprojekt in St.Margrethen auf Eis legt, wenn auch nur vorerst, stimmt so nicht. 

Kein Heimatschutz

Weiter: «Kommentieren möchte ich auch folgende Aussage, dass Stadler den fehlende Inlandvorzug für kritische Infrastrukturen kritisiert habe. Es ist mir wichtig zu betonen, dass wir nie einen Inlandvorzug gefordert haben. Das haben wir explizit nicht. Wir hatten Rekurs eingelegt, weil wir den Vergabeentscheid nicht nachvollziehen konnten.»

Weiter wird auf eine Medienmitteilung von November 2025 verwiesen. Darin ist festgehalten: «Stadler will keinen Heimatschutz und hat ihn auch noch nie gefordert. Stadler baut auf Qualität, Zuverlässigkeit und Termintreue. Das Unternehmen stellt sich immer dem harten internationalen Wettbewerb und akzeptiert immer klare Resultate, die zu negativen Vergabeentscheiden führen.»

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