Stadler liefert erstmals Flirt-Züge nach Montenegro
Text: pd/stz.
Die neuen Züge sollen einen bedeutenden Beitrag zur Modernisierung des Personenverkehrs in Montenegro leisten. Sie erhöhen den Komfort und die Sicherheit für die Fahrgäste und sollen zugleich die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs steigern. Mit der Beschaffung macht Montenegro einen weiteren Schritt in Richtung moderner, nachhaltiger und europäisch vernetzter Mobilität.
Die Fahrzeuge basieren auf der bewährten Flirt-Plattform von Stadler, die bereits in mehreren europäischen Ländern im Einsatz steht, darunter in Serbien und Slowenien. Die Züge für Montenegro werden weitgehend baugleich mit den bereits in Serbien eingesetzten Flirt-Zügen sein. Damit wird erstmals der Einsatz moderner elektrischer Triebzüge im grenzüberschreitenden Verkehr zwischen Montenegro und Serbien ermöglicht.
Anforderungen des montenegrinischen Netzes berücksichtigt
Die neuen Fahrzeuge werden speziell an die Anforderungen des montenegrinischen Bahnnetzes angepasst. Gleichzeitig erhalten sie ein eigenständiges Design, das die nationale Identität und die Farben Montenegros widerspiegelt. Die Finanzierung des Projekts wird durch die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung unterstützt.
«Die Unterzeichnung dieses Vertrags markiert einen historischen Moment für die Zukunft der Eisenbahn in Montenegro. Die neuen Stadler-Züge werden unseren Fahrgästen deutlich mehr Komfort, Sicherheit und Zuverlässigkeit bieten und gleichzeitig die Attraktivität des Bahnverkehrs für Einwohner und Touristen erheblich steigern. Dieses Projekt ist ein wichtiger Schritt auf unserem Weg zu einer modernen europäischen Eisenbahn», sagt Dragana Lukšić, CEO von Željeznički prevoz Crne Gore.
Für Stadler ist der Auftrag ein weiterer Beleg für die wachsende Bedeutung moderner Bahnlösungen in Südosteuropa. Das Unternehmen hat mittlerweile mehr als 12’000 Fahrzeuge verkauft und ist in 50 Ländern präsent. Damit zählt Stadler zu den führenden Herstellern von Schienenfahrzeugen weltweit.
Auch interessant
Stadler erreicht Meilenstein
«Wir freuen uns sehr, Montenegro als 50. Land weltweit in der Stadler-Familie begrüssen zu dürfen. Unsere Fahrzeuge stehen heute auf fünf Kontinenten für Zuverlässigkeit, Innovation und nachhaltige Mobilität. Dieses Projekt ist ein weiterer wichtiger Meilenstein für Stadler und unterstreicht die wachsende Bedeutung moderner Bahnlösungen in Südosteuropa», sagt Dr. Ansgar Brockmeyer, Divisionsleiter Verkauf und Marketing sowie stellvertretender Group CEO von Stadler.
Auch Željko Davidović, Director Sales Central and Eastern Europe bei Stadler, sieht in der Bestellung mehr als nur eine Fahrzeugbeschaffung: «Diese neuen Züge werden nicht nur den öffentlichen Verkehr modernisieren, sondern auch ein sichtbares Symbol für Fortschritt, europäische Integration und regionale Vernetzung sein. Wir bedanken uns bei ŽPCG, der Regierung Montenegros, der EBRD sowie allen Projektpartnern für die ausgezeichnete Zusammenarbeit und das entgegengebrachte Vertrauen.»
Mit dem Auftrag aus Montenegro stärkt Stadler seine Position in Südosteuropa weiter. Für das Ostschweizer Unternehmen ist der Vertrag zugleich ein weiterer internationaler Erfolg mit hoher Symbolkraft: Ein in der Schweiz entwickeltes Bahnsystem wird künftig zur Modernisierung des öffentlichen Verkehrs auf dem Balkan beitragen.