Thurgau

Stadler sichert sich Berliner Grossauftrag

Stadler sichert sich Berliner Grossauftrag
Andreas Hiller, Landesanstalt Schienenfahrzeuge Berlin, Christoph Heuing, Geschäftsführer Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, Heiko Büttner, GF-Vorsitzender S-Bahn Berlin GmbH, Stefan Evers, Bürgermeister und Senator für Finanzen, Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Peter Spuhler, VRP Stadler Rail AG, und Michael Peter, CEO Siemens Mobility
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Stadler, Siemens Mobility und die S-Bahn Berlin haben den Zuschlag für eines der bedeutendsten Mobilitätsprojekte Deutschlands erhalten: Das Konsortium liefert 350 neue S-Bahn-Züge, übernimmt deren Instandhaltung während 30 Jahren und sichert damit Tausende Arbeitsplätze.

Text: stz.

Das Vergabeverfahren für die Berliner S-Bahn ist rechtskräftig abgeschlossen. Die drei Partner S-Bahn Berlin, Siemens Mobility und Stadler Deutschland werden gemeinsam 350 vierteilige, durchgängig begehbare Züge bereitstellen. Hinzu kommen die Instandhaltung der Flotte über 30 Jahre sowie der Betrieb der Teilnetze Nord-Süd und Stadtbahn während 15 Jahren.

«Ich freue mich ausserordentlich über diesen wichtigen Auftrag», sagt Stadler-Verwaltungsratspräsident Peter Spuhler. Er habe sich in den Verhandlungen persönlich dafür eingesetzt, dass Berlin möglichst rasch moderne S-Bahn-Züge erhalte. «Die 350 Züge werden in Berlin und für Berlin gebaut.»

Mit dem Auftrag stellt Stadler künftig sämtliche modernen U- und S-Bahn-Züge für die deutsche Hauptstadt her. Die Vergabe stärkt zugleich die industrielle Wertschöpfung in Berlin, Brandenburg und weiteren Teilen Deutschlands. Nach Angaben der beteiligten Unternehmen werden dadurch Tausende Arbeitsplätze gesichert.

S-Bahn Berlin/ET 484/ET483 auf der Stadtbahn
S-Bahn Berlin/ET 484/ET483 auf der Stadtbahn

Bewährte Züge werden weiterentwickelt

Die neue Flotte basiert auf der jüngsten Fahrzeuggeneration, die Siemens und Stadler bereits für den Berliner S-Bahn-Ring geliefert haben. Diese Züge haben seit ihrer Inbetriebnahme mehr als 120 Millionen Kilometer zurückgelegt und dabei eine hohe technische Zuverlässigkeit erreicht.

Für die Teilnetze Stadtbahn und Nord-Süd wird das Konzept weiterentwickelt. Vorgesehen sind unter anderem ein moderner Führerstand, aktualisierte Brandschutzsysteme, verbesserte Cybersicherheit und ein noch energieeffizienterer Antrieb.

Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident der Stadler Rail AG
Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident der Stadler Rail AG

Mehr Komfort und digitale Wartung

Die neuen Züge erhalten helle Innenräume, grosszügigere Mehrzweckbereiche und zusätzliche Angebote für Menschen mit eingeschränkter Mobilität. An jedem zweiten Sitzplatz soll ein USB-C-Anschluss zur Verfügung stehen. Eine neu entwickelte Klimaanlage mit halogenfreiem Kältemittel sorgt auch bei hohen Temperaturen für angenehme Bedingungen.

Für eine möglichst hohe Verfügbarkeit setzt das Konsortium auf die digitale Plattform Railigent X von Siemens Mobility. Sie überwacht den Zustand der Fahrzeuge in Echtzeit und soll mögliche Störungen frühzeitig erkennen. Wartungsarbeiten, Materialeinsatz und Personalplanung können dadurch vorausschauend gesteuert werden.

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