Thurgau

Sieben Fahrsimulatoren für die Ostschweiz

Sieben Fahrsimulatoren für die Ostschweiz
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Der ACS Thurgau investiert im «Autobau» in Romanshorn in ein modernes Simulator-Zentrum für Motorsport und Fahrsicherheitstraining. Die Betriebsaufnahme ist für Oktober geplant.

Fahrsimulator-Zentren gibt es in der Schweiz schon einige. Nun kommt in der Ostschweiz im Verbund mit fünf weiteren Zentren ein neues dazu. Die Beteiligung der ACS-Sektion Thurgau an diesem Projekt wurde an der Generalversammlung auf dem Wolfsberg in Ermatingen vom 20. August offiziell verkündet. «Die Idee, den CO2-Ausstoss zu senken und gleichzeitig den Spass an der Mobilität zu fördern, hat uns begeistert», erklärte Sektionspräsident Felix Müller. Nach dem Verkauf der Beteiligung am Verkehrssicherheitszentrum Thurgau in Weinfelden habe der zweitgrösste Thurgauer Mobilitätsclub den Erlös für etwas Positives einsetzen wollen.

Sim-Racing im Trend

Insgesamt 60'000 Franken hat der ACS Thurgau in die Betreiberfirma Autovirtuell AG investiert, die am 15. Juli 2021 aus der Taufe gehoben wurde. An der GV vom Freitag konnte bereits der erste von sieben topmodernen Fahrsimulatoren in den ACS-Farben Gelb und Schwarz enthüllt werden. Als erster Testfahrer nahm Fredy Lienhard (links im Bild), Gründer der Autobau-Erlebniswelt in Romanshorn, früherer Rennfahrer und Ehrenmitglied des ACS Thurgau, im Schalensitz Platz und absolvierte gekonnt eine virtuelle Runde auf dem International Raceway in Sebring (USA).

Neben Lienhard gehört auch Christian Mettler (rechts), langjähriger Präsident der Sportkommission des ACS Thurgau und ebenfalls Ehrenmitglied, zu den drei Investoren. Mettler wird zudem die Geschäftsführung der Autovirtuell AG übernehmen, die im Oktober im Autobau ihren Betrieb aufnehmen will. Das Interesse am virtuellen Motorsport, auch Sim-Racing genannt, wachse explosionsartig. Diesem Trend wolle man nun auch in der Ostschweiz Rechnung tragen. «Die angebotenen Fahrsicherheitstrainings werden jung und alt begeistern», zeigte sich Mettler sehr zuversichtlich. Die administrativen und organisatorischen Belange werden dabei von der ACS-Thurgau-Geschäftsstelle in Kreuzlingen betreut.

Regierungsrätliches Lob

Der Besuch der GV des ACS Thurgau gehöre für die Thurgauer Regierung zur Tradition, erklärte Regierungsrätin Cornelia Komposch in ihrem Grusswort. Sie freue sich über den persönlichen Austausch und lobte das Engagement des Mobilitätsclubs. Besonders bedankte sich die Justiz- und Polizeidirektorin für die konstruktiven Gespräche, die im Zeichen der Verkehrssicherheit beim alljährlichen Runden Tisch geführt werden können.

Alessandro Tani, seit 1. Juni 2021 der neue Geschäftsführer des Strassenverkehrsamtes Thurgau, schilderte in seinem Gastreferat die Herausforderungen seiner Organisation. Bei jährlich über 66'000 Fahrzeugprüfungen oder insgesamt fast 400'000 Kundenkontakten gelte es, nicht nur die Quantität zu beherrschen, sondern auch die Qualität sicherzustellen. Neue digitale Instrumente sollen mithelfen, die vielfältigen Aufgaben und Prozesse, auch in Zeiten der autonomen Mobilität zu gewährleisten.

Tanis Vorgänger, Ernst Anderwert, zeigte anschliessend auf, wie die Vereinigung der Schweizerischen Strassenverkehrsämter (ASA) im föderalen Umfeld zahlreiche Dienste für die Kantone leistet, von der Ausbildung von Verkehrsexperten über die Erstellung von Broschüren bis zur Organisation von Fahrzeug- und Führerprüfungen und zur Vereinheitlichung von Technik und Qualitätssicherung. Die ASA erfülle auch zentrale Aufgaben und produziere zum Beispiel seit 2020 alle Führerausweise.

Auto-Renntage ohne Zuschauer

Besondere Erwähnung fanden auf dem Wolfsberg auch die coronabedingt für einmal erst Mitte Juli statt Ende April durchgeführten ACS-Auto-Renntage Frauenfeld. Dank umfangreichen Vorsichtsmassnahmen vonseiten des Veranstalters und der vorbildlichen Disziplin der Teilnehmer konnte die 21. Auflage mit einem Jahr Verspätung reibungslos durchgeführt werden, wenn auch ohne Zuschauer.

Der ACS Thurgau ist stolz darauf, dass er den ersten offiziellen Schweizer Meisterschaftslauf seit mehr als einem Jahr souverän über den Asphalt der Grossen Allmend brachte und hierfür von allen Seiten viel Anerkennung erhielt.

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Erni neues Ehrenmitglied

Die Ehrung langjähriger Mitglieder gehört zum festen Programm jeder GV. Elf Clubangehörige durfte der Vorstand für die 40-jährige, fünf Mitglieder für die 50-jährige Treue auszeichnen. Ein besonderes Jubiläum feierte der frühere Sektionspräsident Hans-Peter Neuweiler: Er wurde für die bereits 60 Jahre dauernde Clubmitgliedschaft gewürdigt.

Zum neuen Ehrenmitglied ernannte der ACS Thurgau den Gartenbau-Unternehmer und früheren Präsidenten Christian Erni. Damit ist er das bislang sechste Ehrenmitglied des ACS Thurgau.

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