KI macht Nachhaltigkeitsberichterstattung für KMU effizienter
Text: pd/stz.
Nachhaltigkeit ist für Unternehmen längst mehr als ein Trendthema: Sie wird zunehmend zu einem integralen Bestandteil der Unternehmenssteuerung. Dennoch zeigt sich in der Praxis eine deutliche Diskrepanz zwischen Anspruch und Umsetzung: Viele KMU setzen Nachhaltigkeitsmassnahmen nur punktuell um und kämpfen mit fehlenden personellen und finanziellen Ressourcen sowie mangelndem Know-how.
Die OST – Ostschweizer Fachhochschule setzt genau hier an und zeigt auf, wie KI-basierte Systeme Unternehmen entlasten können. Insbesondere bei datenintensiven und dokumentationslastigen Prozessen, etwa bei Berichten nach Standards wie GRI, ESRS oder VSME, bietet KI grosses Potenzial. Sie unterstützt bei der Datenerhebung, der Auswertung komplexer Kennzahlen sowie bei der Erstellung von Berichten und Visualisierungen.
«Die entscheidende Frage lautet nicht, ob KI eingesetzt werden kann, sondern wie sie verantwortungsvoll und strategisch sinnvoll integriert wird», erklären Andreas Dobler und Prof. Dr. Michael Hans Gino Kraft vom Kompetenzzentrum Qualität & Nachhaltigkeit an der OST.
Fünf Entwicklungsstufen des KI-Einsatzes
Die Analyse der OST unterscheidet fünf Entwicklungsstufen des KI-Einsatzes, von einfachen Anwendungen wie Textgenerierung bis hin zu autonomen Systemen, die ganze Prozessketten übernehmen können. Entscheidend für den erfolgreichen Einsatz sind eine verlässliche Datenbasis sowie eindeutig formulierte, kontextbezogene Anweisungen.
Auch externe Einschätzungen zeigen: KI kann insbesondere bei ESG-Reporting, Klimabilanzen und regulatorischen Anforderungen erhebliche Effizienzgewinne bringen. Automatisierte Prozesse erleichtern die Datenerhebung und reduzieren den administrativen Aufwand. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Kontrolle von KI-Systemen.