Der Schweizer Immobilienmarkt bleibt von struktureller Knappheit geprägt. Angebot und Nachfrage klaffen weiterhin auseinander, die Preise steigen, und insbesondere für Haushalte mit mittleren Einkommen wird der Zugang zu Wohneigentum zunehmend anspruchsvoll. Gleichzeitig rechnen Fachleute im laufenden Jahr mit einem moderaten Wachstum von zwei bis drei Prozent.
Gemäss einer aktuellen Umfrage des Hauseigentümerverbands Schweiz erwarten drei von vier Branchenexperten, dass die Preise für Wohneigentum weiter anziehen. Die Bautätigkeit reicht nach wie vor nicht aus, um die Nachfrage zu decken. Zusätzlich könnte die Abschaffung des Eigenmietwerts Wohneigentum noch attraktiver machen und die Dynamik weiter verstärken.
Diese Entwicklung zeigt sich auch bei den Bodenpreisen: In begehrten Lagen liegen die Quadratmeterpreise für Bauland inzwischen deutlich über 7000 Franken, in Spitzenlagen werden teilweise bis zu 20’000 Franken pro Quadratmeter bezahlt. Der Spielraum für günstigere Angebote wird kleiner, während die Anforderungen an Käufer und Investoren steigen.
Vor diesem Hintergrund gewinnt professionelle Beratung weiter an Bedeutung. Kauf, Verkauf und Bewirtschaftung von Immobilien setzen vertieftes Marktverständnis, Erfahrung und lokales Know-how voraus. Wer in einem angespannten Umfeld erfolgreich agieren will, ist auf fundierte Analysen und eine realistische Einschätzung von Lage, Preis und Perspektiven angewiesen.
Die «Bilanz» hat deshalb gemeinsam mit dem Marktforschungsunternehmen Statista erneut die «Top Immobilienexperten in der Schweiz 2026» ermittelt. Grundlage der Rangliste sind Befragungen von Tausenden Branchenkennern sowie Kunden von Immobilienexperten. Bewertet wurde in mehreren Kategorien: An- und Verkauf, Vermietung, Immobilienbewertung, Bewirtschaftung und Hausverwaltung, Bauherrenberatung und -vertretung, Immobilienfinanzierung, Digitalisierung («PropTech») sowie Luxus. Die Auszeichnung soll Orientierung bieten in einem Markt, der komplexer und anspruchsvoller geworden ist.