Regio Wil bündelt Kräfte für die Zukunft
Text: pd/stz.
Rund 35 Vertreter aus Gemeinden, Politik und Wirtschaft trafen sich im Kirchgemeindezentrum Münchwilen zur 31. Delegiertenversammlung der Regio Wil. Der Ort wurde bewusst gewählt: Als Teil von Wil West steht Münchwilen für die gelebte Zusammenarbeit über Kantonsgrenzen hinweg.
Nach der Begrüssung durch Nadja Stricker, Gemeindepräsidentin von Münchwilen, führte Regio-Präsident Beat Schwarz durch die Traktanden, bei denen Geschäftsbericht, Rechnung und Budget von den anwesenden Delegierten einstimmig genehmigt wurden.
Wil West: Warum das Timing entscheidend ist
Im Zentrum des Jahresrückblicks standen die Übergabe des Aggloprogramms der fünften Generation an das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) sowie das Projekt Wil West, das Schwarz als wegweisend bezeichnete und das die Region auch in den kommenden Jahren intensiv prägen werde.
Auch Gastreferent Martin Hitz, dipl. Architekt ETH und ehemaliger Präsident des Netzwerks Nachhaltiges Bauen Schweiz (NNBS), hob die Einzigartigkeit von Wil West hervor. Er verwies auf die enorme Arbeit, die seit der ersten Abstimmung in die Weiterentwicklung des Projekts geflossen sei: Kaum ein vergleichbares Vorhaben sei so umfassend und vertieft auf seine Nachhaltigkeit geprüft worden.
Gleichzeitig mahnte Hitz zur Zügigkeit. Aus der Perspektive von Investoren sei der Zeitfaktor das entscheidende Kriterium für die Standortwahl. Nur wenn die Flächen zeitnah zur Verfügung gestellt würden, könne man im internationalen Wettbewerb bestehen.
Wirtschaft und Kultur stärken die Region
Auch abseits von Wil West zeigt sich die Region lebendig: Robert Stadler, Standortförderer und Geschäftsführer des WirtschaftsPortalOst (WPO), präsentierte aktuelle Projekte in der Berufsbildung und verwies auf die hohen Teilnehmerzahlen bei den WPO-Events.
Parallel dazu stärkte ThurKultur mit 136 unterstützten Veranstaltungen und rund 280’000 Franken die kulturelle Vielfalt der Region im vergangenen Jahr sichtbar.
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Abschied von Hans Mäder
Ein besonderer Moment der Versammlung galt dem Abschied von Hans Mäder. Der Wiler Stadtpräsident und langjährige Vizepräsident der Regio Wil wurde für sein Engagement zugunsten der regionalen Entwicklung gewürdigt und von den Delegierten verabschiedet.
Mit der einstimmigen Genehmigung der Geschäfte und dem klaren Blick auf die nächsten Schritte bekräftigte die Regio Wil ihren Auftrag, den Lebens- und Wirtschaftsraum über Kantonsgrenzen hinweg weiter zu stärken.
Die Regio Wil mit ihren 22 Mitgliedgemeinden aus den Kantonen St.Gallen und Thurgau engagiert sich für eine nachhaltige Entwicklung der Region. Sie sorgt für eine regional abgestimmte und nachhaltige Siedlungs-, Verkehrs- und Landschaftsplanung. Die Regio Wil versteht sich als Plattform für die interkommunale und interkantonale Zusammenarbeit und fördert den Dialog zwischen Gemeinden, Politik und Wirtschaft.