Hypo Vorarlberg in St.Gallen wächst zweistellig
Text: pd/stz.
«Die Hypo Vorarlberg ist in St.Gallen seit mittlerweile fünf Jahren hervorragend unterwegs», so Walter Ernst, Regionaldirektor Schweiz: «Dies zeigt das erneut überdurchschnittliche Wachstum bei den betreuten Kundengeldern wie im Kreditbereich.»
Wichtiger als die starke Entwicklung sei jedoch, so Ernst weiter, «dass es sich um ein gesundes und kulturell verträgliches Wachstum handelt und wir uns qualitativ wie innovativ fokussiert auf die Marktbedürfnisse weiterentwickeln.»
Die Zahlen im Detail
Der Nettozinsertrag sank trotz des Wachstums im Kreditbereich um 1,3 Millionen Franken auf 13,3 Millionen. Aufgrund der vier Leitzinssenkungen der Schweizerischen Nationalbank ist die Passivmarge, das heisst der Zinsertrag auf den verwalteten Kundengeldern, deutlich zurückgegangen.
Walter Ernst sagt dazu: «Uns ist es wichtig, auch im Nullzinsumfeld unseren Kunden – gerade im Vorsorgebereich und bei der Anlage in Kassenobligationen – eine stabile und weitsichtige Verzinsung anzubieten.» Ein weiteres Mal mussten keine Einzelwertberichtigungen auf die Kreditpositionen gebildet werden, was für ein gesundes Kreditportfolio spricht.
Der Kommissionsertrag erhöhte sich dank einer weiteren Steigerung der Depotvolumina und insbesondere des Vermögensverwaltungsgeschäftes um 21,2 Prozent (21,4 Prozent im Vorjahr). Das Volumen der Vermögensverwaltungsmandate konnte wiederum deutlich um 27,1 Prozent ausgebaut werden, was auch der hervorragenden Performance geschuldet ist.
«Durch die internationale Ausrichtung unserer Mandate bei gleichzeitig fast vollständiger Währungsabsicherung erzielen wir konstant hohe Renditen. Dies zeigt unser mehrjähriger Peergroupvergleich eindrücklich», führt Ernst aus. Der ausschliesslich aus dem Kundengeschäft stammende Handelsertrag lag mit 0,62 Millionen Franken auf Vorjahresniveau.
Auf der Aufwandseite stiegen die Personalkosten um 1,0 Millionen Franken oder 21,4 Prozent auf 5,9 Millionen an. Die Sachkosten reduzierten sich dagegen um 14,4 Prozent auf 3,6 Millionen. Nach Abschreibungen in Höhe von 0,5 Millionen (analog Vorjahr) resultiert mit 5,7 Millionen Gewinn vor Steuern ein für das schwierige Marktumfeld sehr zufriedenstellendes Ergebnis, das rund eine halbe Million unter dem operativen Rekordergebnis des Vorjahres liegt. Dies ist auf das leitzinsbedingte rückläufige Zinsergebnis und den weiteren personellen Ausbau der Hypo St.Gallen zurückzuführen.
Auf den Gewinn entfallen 0,8 Millionen Franken Steuern, womit die Hypo Vorarlberg in St.Gallen als substanzieller Steuerzahler im Kanton St.Gallen bezeichnet werden kann.
Walter Ernst zeigt sich sehr zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2025: «Wir sind auf einem gesunden Wachstumspfad und sind so in der Lage, auch ein schwierigeres Marktumfeld zu kompensieren. Wir weiten unser Geschäftsmodell im Hinblick auf unsere Zielgruppen und dank unserer grenzüberschreitenden Tätigkeit in der DACH-Region weiter aus, was mit Investitionen in mittel- und langfristige Projekte verbunden ist. Da wir uns via Mutterhaus auch über den Kapitalmarkt refinanzieren, geben wir die erhöhten Refinanzierungssätze über unsere Kassenobligationsverzinsung beziehungsweise attraktiven Zinssätze im Vorsorgebereich vollständig an unsere Kunden weiter.»
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Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr
Die Strategie als grenzüberschreitende Unternehmerbank wird auch im laufenden Geschäftsjahr konsequent weitergeführt. «Es freut mich sehr, dass wir in der deutschsprachigen Schweiz sowohl bei den Privat- wie auch den Unternehmenskunden weiterwachsen», erläutert der Hypo-Regionaldirektor. Sehr gut entwickelt sich auch weiterhin das Vermögensverwaltungsgeschäft.
2021 wurde die Vermögensstrukturberatung für vermögende Privatpersonen und juristische Personen eingeführt, die auch die Schnittstelle zwischen privaten und unternehmerischen Belangen optimiert. Seit mehr als vier Jahren wird sie durch eine ganzheitliche Weiterbildung aller Berater mit zusätzlicher Kompetenz unterlegt.
Daraus resultiert nun eine erhöhte Zusammenarbeit mit externen Unternehmensberatern, Anwälten und Treuhändern, insbesondere in der Nachfolge- und Nachlassberatung.
Die Hypo Vorarlberg blickt auf ein Geschäftsjahr 2025 zurück, das von geopolitischen Spannungen, wirtschaftlicher Unsicherheit und sinkenden Zinsen geprägt war. Trotz dieser anspruchsvollen Rahmenbedingungen konnte der Konzern seine stabile Entwicklung fortsetzen und weist mit 70,5 Millionen Euro ein IFRS-Ergebnis aus, das 21,5 Prozent über dem Vorjahr liegt.
Das Jahr 2026 hat mit vorsichtigem Optimismus und einem leichten Aufwärtstrend in der Wirtschaft begonnen, gleichzeitig bleibt das Marktumfeld herausfordernd. Neben der unsicheren Zinsentwicklung ergeben sich zusätzliche Unsicherheiten aus den geopolitischen Entwicklungen sowie den damit verbundenen Auswirkungen.
Diese Faktoren erschweren eine verlässliche Prognose für die kommenden Monate. Dennoch betont Vorstandsvorsitzender Michel Haller: «Gerade in diesem Umfeld zeigt sich die Stärke unserer breiten Aufstellung. Mit unserer klaren Strategie, unserer Verankerung in unseren Kernmärkten und der Nähe zu unseren Kunden sind wir gut positioniert, um auch künftig ein verlässlicher Partner zu bleiben.»