Gesundheit als Erfolgsfaktor für Unternehmen
Text: pd/stz.
Ein Mitarbeiter der Rico Sicherheitstechnik AG füllt etwas Schoggipulver in ein durchsichtiges Rohr. Dann erhöht er im Innern mittels einer Pumpe den Druck und bringt einen Draht zum Glühen. Schon nach wenigen Sekunden folgt eine kleine Explosion, und das Schoggipulver wirbelt durch den Raum.
«Weltweit gesehen kommt es jährlich zu zahlreichen solcher Staubexplosionen in der Industrie, ob das nun bei einem Schoggipulverhersteller oder bei einer Pharmafirma ist», sagt CEO Aleksandar Agatonovic. «Unsere Aufgabe ist es, mit unseren Produkten wie den Explosionsschutzventilen und gasdichten Absperrklappen für Industrieanlagen eine Katastrophe zu verhindern.»
Das Unternehmen mit Sitz in Herisau und 57 Mitarbeitern habe sich in diesem Marktsegment zu einem Hidden Champion entwickelt, wie Agatonovic betont. Obwohl es günstigere Konkurrenten gebe, würden grosse Firmen rund um die Welt auf die Produkte der Rico Sicherheitstechnik AG setzen.
Der Mensch im Mittelpunkt
Welche Rolle bei dieser Erfolgsgeschichte des Unternehmens die betriebliche Gesundheitsförderung spielt, zeigte Monika Krüsi, Leiterin Finanzen und Personal, auf. «Betriebliche Gesundheitsförderung bedeutet, den Menschen immer in den Mittelpunkt zu stellen», sagt sie.
Persönlicher Erfolg und Spass bei der Arbeit hingen stark zusammen und seien die Voraussetzungen für den Erfolg des Unternehmens. Bei der Rico Sicherheitstechnik gelingt dies einerseits dank des Einbezugs von Mitarbeitern in Entscheidungsprozesse und transparenter Kommunikation, andererseits auch durch flexible Arbeitszeitgestaltung, Gewinnbeteiligung oder zusätzliche Ferientage.
Jahresrechnung und Budget
Die Rico Sicherheitstechnik AG ist eines von mittlerweile über 300 Unternehmen aus der ganzen Ostschweiz, die Mitglied beim Forum BGM Ostschweiz (FBO) sind. An der Mitgliederversammlung ist das FBO daher im Wechsel bei verschiedenen Unternehmen zu Gast. Als einen Stern in der Ostschweizer Landschaft bezeichnete Präsidentin Karin Faisst das FBO daher an der Mitgliederversammlung. «Wir sind heute das wichtigste regionale Unterstützungsnetzwerk für Unternehmen in diesem Bereich», sagte sie.
Zu den Zielen in den kommenden Jahren gehöre, die Sichtbarkeit des FBO weiter auszubauen, etwa mittels mehr Veranstaltungen und Fachtagungen sowie mehr Öffentlichkeitsarbeit. Für das Budget 2026 wurde daher ein Minus von 58’360 Franken veranschlagt. Die Mitglieder genehmigten die Jahresrechnung 2025 mit einem Gewinn von 73’625 Franken bei einem Eigenkapital von 173’944 Franken.