Thurgau

Sky-Frame und WITG entwickeln globalen Korrosionsindex

Sky-Frame und WITG entwickeln globalen Korrosionsindex
Das Projekt zeigt exemplarisch, dass Innovation nicht zwingend hochkomplexe Technologien voraussetzt
Lesezeit: 2 Minuten

Wo auf der Welt rostet es am schnellsten? Diese Frage steht im Zentrum eines Innovationsprojekts von Sky-Frame und dem Institut für Werkstoffsystemtechnik Thurgau. Unterstützt durch Innosuisse entsteht derzeit die Grundlage für einen globalen Korrosionsindex.

Text: pd/stz.

Das Projekt wird im Rahmen eines Innoschecks der Schweizerischen Agentur für Innovationsförderung gefördert. Ziel ist es, Korrosionsrisiken künftig präziser zu bewerten und damit neue Massstäbe im internationalen Metallbau zu setzen.

Massgeschneiderte Lösungen statt pauschaler Annahmen

Sky-Frame realisiert Projekte rund um den Globus – von Skandinavien bis Südostasien, von Küstenregionen bis ins Hochgebirge. Entsprechend unterschiedlich sind die klimatischen Bedingungen: Salzgehalt, Luftfeuchtigkeit, Sonneneinstrahlung und Windverhältnisse variieren stark und beeinflussen das Korrosionsverhalten von Materialien wie Aluminium oder Edelstahl erheblich.

Bislang basieren Garantiebedingungen im Metallbau meist auf generischen Regionalkategorien und Erfahrungswerten. Genau hier setzt das Projekt an. Gemeinsam mit dem WITG wird untersucht, ob sich auf Basis von Wetter- und Klimadaten ein globaler Korrosionsindex entwickeln lässt.

Dieses digitale Werkzeug soll anhand der Geokoordinaten eines Projekts automatisch das standortspezifische Korrosionsrisiko bewerten. Daraus lassen sich künftig massgeschneiderte Garantiebedingungen, Wartungspläne und Wartungsintervalle ableiten. Perspektivisch sollen diese direkt in den Produktkonfigurator von Sky-Frame integriert werden.

Wissenschaftliche Basis für praxisnahe Anwendung

Das WITG bringt seine Expertise in Korrosion und Werkstoffbewertung ein. In einem ersten Schritt werden reale Projektstandorte mit Klimadatenbanken verknüpft und bestehende Erfahrungswerte systematisch ausgewertet.

Dabei fliessen verschiedene Einflussfaktoren ein, darunter Meeresnähe, Windrichtung und lokale Mikroklimabedingungen. Auf dieser Grundlage entsteht ein wissenschaftlich fundierter Ansatz zur Risikoklassifizierung, der konkrete Anwendungen in Planung und Betrieb ermöglicht.

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Innovation mit greifbarem Nutzen

Das Projekt zeigt exemplarisch, dass Innovation nicht zwingend hochkomplexe Technologien voraussetzt. Entscheidend ist der konkrete Nutzen für das Unternehmen sowie ein klar erkennbarer Mehrwert für die Zukunft. Gleichzeitig gehört eine gewisse Unsicherheit dazu: Die Möglichkeit des Scheiterns ist ein fester Bestandteil jeder Innovationsentwicklung.

Genau hier setzt das Förderinstrument der Innoschecks an. Es ermöglicht KMU, gemeinsam mit einem Schweizer Forschungspartner Ideenstudien durchzuführen und das Innovations- sowie Marktpotenzial zu analysieren. Gleichzeitig bietet sich die Chance, eine Zusammenarbeit unter realen Bedingungen zu testen.

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