Thurgau

Innosuisse fördert Projekt von WITG und WEFASwiss

Innosuisse fördert Projekt von WITG und WEFASwiss
Eine längere Werkzeuglebensdauer reduziert Stillstandzeiten, senkt Kosten und verbessert die Nachhaltigkeit
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Das Institut für Werkstoffsystemtechnik Thurgauu startet gemeinsam mit der WEFASwiss AG aus Thayngen ein dreijähriges Forschungsprojekt zur Optimierung von CVD-beschichteten Strangpresswerkzeugen für Aluminiumprofile in E-Fahrzeugen. Das Projekt wurde von Innosuisse bewilligt und zielt darauf ab, die Lebensdauer der Werkzeuge deutlich zu verlängern sowie fundierte Erkenntnisse zum Verschleissverhalten moderner Aluminiumlegierungen zu gewinnen.

Text: stz.

Im Zentrum des Projekts stehen CVD-beschichtete Strangpresswerkzeuge, die bei der Herstellung von Batteriekühlungsprofilen für Elektrofahrzeuge eingesetzt werden. Diese Profile sind entscheidend für das Thermomanagement von E-Fahrzeugen und stellen hohe Anforderungen an Präzision und Materialbeständigkeit. Die Forschung untersucht insbesondere, wie sogenannte Aluminium-Leichtlauf-Legierungen die Standzeit der Werkzeuge beeinflussen und welche Beschichtungsstrategien zu einer nachhaltigen Verbesserung führen.

Die WEFASwiss AG mit Sitz in Thayngen gilt weltweit als führend in der Herstellung von Strangpresswerkzeugen für Aluminiumprofile. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem WITG sollen wissenschaftliche Erkenntnisse gezielt in industrielle Anwendungen überführt werden. Ziel ist es, differenzierte Verschleissanalysen zu entwickeln, die eine präzisere Auslegung der Werkzeuge ermöglichen und damit Effizienz und Wirtschaftlichkeit erhöhen.

Der global wachsende Markt für Komponenten von E-Fahrzeugen stellt hohe Anforderungen an Produktivität, Qualität und Langlebigkeit von Fertigungswerkzeugen. Eine verlängerte Werkzeuglebensdauer reduziert Stillstandzeiten, senkt Kosten und verbessert die Nachhaltigkeit der Produktion. Damit verschafft das Projekt der WEFASwiss AG einen substanziellen Wettbewerbsvorteil im internationalen Umfeld.

Gleichzeitig stärkt das Vorhaben den Produktionsstandort Thayngen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen es ermöglichen, bestehende Kapazitäten weiter auszubauen und die Lieferfähigkeit für internationale Kunden langfristig zu sichern. Die Förderung durch Innosuisse unterstreicht die Bedeutung der Verbindung von angewandter Forschung und industrieller Umsetzung. Ziel ist es, den Technologietransfer vom Labor in die Serienproduktion effizient zu gestalten und Innovationen rasch marktfähig zu machen.

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