Schulden steigen weltweit – Franken gewinnt weiter an Stärke
Text: pd/stz.
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Gleichzeitig beschleunigt die Frankenstärke den strukturellen Wandel innerhalb der Exportwirtschaft:
Branchen wie Chemie, Pharma und Präzisionsindustrie gewinnen weiter an Gewicht, während preissensitive Sektoren wie Maschinenbau, Metall, Glas oder Textilien an Bedeutung verlieren. Dadurch wird die Exportwirtschaft insgesamt weniger anfällig gegenüber Wechselkursschwankungen.
Diese Entwicklung hat jedoch auch eine Kehrseite. Die Konzentration auf wenige Branchen und grosse Unternehmen nimmt zu. So steht die Pharmaindustrie inzwischen für mehr als die Hälfte der Schweizer Exporte, und in wichtigen Wachstumsbereichen entfällt ein grosser Teil der Ausfuhren auf wenige Konzerne.
«Die Schweiz profitiert von ihrer Spezialisierung, macht sich dadurch aber auch verletzlicher. Ein branchenspezifischer Schock hätte heute deutlich grössere volkswirtschaftliche Auswirkungen als noch vor zehn Jahren», sagt Hasenmaile.
Insgesamt bestätigt die Analyse die Rolle der Schweiz als stabiler Anker in einer zunehmend verschuldeten Welt. Dieses Vertrauen stärkt zwar den Standort, erhöht aber gleichzeitig den Druck auf die Währung. Für exportorientierte Unternehmen bleibt der starke Franken damit ein zentraler Wettbewerbsfaktor.
Umso wichtiger wird der professionelle Umgang mit Währungsrisiken. Geeignete Absicherungsstrategien können kurzfristige Schwankungen dämpfen und Planungssicherheit schaffen. Diese bildet die Grundlage dafür, dass Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern und weiter ausbauen können.