Raiffeisenbanken St.Gallen, Appenzell und Glarus wachsen bei weniger Gewinn
Text: pd/stz.
Hauptgrund für den Rückgang ist der erwartungsgemäss tiefere Zinserfolg infolge weiter gesunkener Leitzinsen. Mit 305,8 Millionen Franken fiel denn auch der Erfolg aus dem Zinsengeschäft rund zehn Prozent tiefer aus als im Vorjahr. Angesichts des anspruchsvollen Umfelds bewertet der Regionalverband das Ergebnis weiterhin als erfreulich.
Starkes Wachstum im Anlagegeschäft
Besonders dynamisch entwickelte sich das Anlagegeschäft. Insgesamt wurden 2025 knapp 10’000 neue Wertschriftendepots eröffnet, rund ein Drittel mehr als im Vorjahr. Das Depotvolumen per 31. Dezember 2025 betrug knapp 9 Milliarden Franken und lag damit um über eine Milliarde Franken höher als Ende 2024. Zum Wachstum beigetragen haben sowohl ein hoher Netto-Neugeldzufluss als auch die positive Entwicklung an den Finanzmärkten.
Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft stieg um elf Prozent auf 91,7 Millionen Franken. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft blieb mit 25,5 Millionen Franken praktisch stabil. Insgesamt sank der Geschäftsertrag um acht Prozent auf 430,7 Millionen Franken, was primär auf das tiefere Zinsergebnis zurückzuführen ist.
Kundeneinlagen und Hypotheken legen zu
Die Kundeneinlagen nahmen um 1,2 Milliarden auf 27,2 Milliarden Franken zu, was einem Plus von 4,6 Prozent entspricht. Auch bei den Hypothekarforderungen verzeichneten die Banken ein Wachstum von 4,3 Prozent auf 30,3 Milliarden Franken. Damit festigten sie ihre starke Marktstellung in einem wettbewerbsintensiven Umfeld.
Investitionen in Mitarbeiter und Beratung
Der Geschäftsaufwand erhöhte sich leicht um 1,6 Prozent auf 274,4 Millionen Franken. Die Personalkosten stiegen um 3,7 Prozent, was auf gezielte Investitionen in zusätzliche Beratungskapazitäten und Fachspezialisten zurückzuführen ist. Per Ende 2025 beschäftigten die Raiffeisenbanken in der Region 1’120 Mitarbeiter, darunter 127 Lernende. Das sind 49 Mitarbeiter mehr als im Vorjahr.
Das Eigenkapital der 32 Banken erhöhte sich um 4,2 Prozent auf 3,18 Milliarden Franken. Der Gewinn wird – mit Ausnahme der Verzinsung der Anteilscheine – thesauriert und stärkt damit die Reserven.
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Ein Jahr der Bewährung an den Finanzmärkten
125 Jahre Raiffeisen
Im Jahr 2025 feierte Raiffeisen ihr 125-jähriges Bestehen. Auch in der Region wurde das Jubiläum mit zahlreichen Aktivitäten begangen. Unterstützungsprogramme förderten regionale Vereine, soziale Initiativen und gemeinnützige Projekte. Über den Lokalbonus in der Ostschweiz erhielten zahlreiche Vereinsprojekte zusätzliche Mittel. Zudem wurden Investitionen in lokale Infrastruktur und Familienangebote realisiert, etwa in Appenzell.
Die genossenschaftliche Verankerung bleibt ein zentrales Merkmal. 2025 gewannen die Raiffeisenbanken in der Region rund 4’000 neue Genossenschafter und zählten per Ende Jahr 264’554 Mitglieder. Diese profitieren unter anderem von vergünstigten Bankprodukten, der Verzinsung ihrer Anteilscheine sowie von Mitgliedervorteilen im Rahmen des Angebots «Erlebnis Schweiz». Zusätzlich entrichteten die regionalen Banken 2025 Steuern von gut 16 Millionen Franken.