Ostschweiz

Aktualisiertes Raumkonzept soll Ostschweiz stärken

Aktualisiertes Raumkonzept soll Ostschweiz stärken
Das überarbeitete Raumkonzept trägt den Anliegen der Ostschweiz stärker Rechnung und anerkennt den internationalen Bodenseeraum als bedeutenden Wirtschafts-, Bildungs- und Lebensraum
Lesezeit: 2 Minuten

Bund, Kantone, Städte und Gemeinden haben das Raumkonzept Schweiz überarbeitet und setzen damit neue Leitplanken für die räumliche Entwicklung. Die Ostschweizer Kantone St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden und Thurgau begrüssen die Anpassungen, die den internationalen Bodenseeraum erstmals deutlich als zusammenhängenden Wirtschafts- und Lebensraum anerkennen.

Text: pd/stz.

Das Raumkonzept Schweiz zeigt auf, wie sich die Schweiz räumlich entwickeln soll. Es dient Bund, Kantonen, Städten und Gemeinden als gemeinsame Orientierung für raumrelevante Entscheidungen. Dazu gehören etwa die Abstimmung von Siedlungsentwicklung und Verkehr, der Umgang mit knappen Flächen oder die Entwicklung von Wirtschafts- und Lebensräumen.

Mit der Aktualisierung reagieren die staatlichen Ebenen auf neue Herausforderungen. In den letzten Jahren haben Themen wie das Bevölkerungswachstum, die Energieproduktion, wirtschaftliche Aspekte, Mobilitätsfragen und der Klimawandel mehr Bedeutung erlangt. Die Vertretungen des Bundes, der Kantone, Städte und Gemeinden haben das revidierte Raumkonzept gutgeheissen, womit es nun angewendet werden kann.

Zusammenhängender Lebens- und Wirtschaftsraum

Die Kantone St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden und Thurgau haben sich in den vergangenen Jahren wiederholt gemeinsam dafür eingesetzt, dass die besondere Situation der Ostschweiz im Raumkonzept stärker berücksichtigt wird. Der Raum rund um den Bodensee ist eng mit den Nachbarregionen in Deutschland, Österreich und Liechtenstein verbunden. Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Verkehr und Bildung sind grenzüberschreitend organisiert.

Das aktualisierte Raumkonzept anerkennt diese Realität stärker als bisher. Der internationale Bodenseeraum wird als zusammenhängender Lebens- und Wirtschaftsraum mit grossem Entwicklungspotenzial hervorgehoben. Damit erhält die Ostschweiz eine bessere Sichtbarkeit in der gesamtschweizerischen Raumentwicklung.

Die Kantone St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden und Thurgau haben sich gemeinsam mit Partnern aus der Ostschweiz und dem Bodenseeraum für eine stärkere Positionierung der Region eingesetzt. In den vergangenen Jahren wurden wichtige Grundlagen geschaffen. Dazu gehören das gemeinsame Zielbild Raum und Verkehr der internationalen Bodenseeregion sowie Initiativen zur stärkeren Zusammenarbeit (Hochschulen, S-Bahn) mit unseren in- und ausländischen Nachbarn.

Mit der Aktualisierung des Raumkonzepts wird diese Entwicklung auf nationaler Ebene berücksichtigt. Die Kantone St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden und Thurgau sehen darin einen wichtigen Schritt, um die Ostschweiz langfristig als innovativen und international vernetzten Raum weiterzuentwickeln und ihre naturräumlichen Stärken zu erhalten.

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Chancen für die Entwicklung der Ostschweiz

Die stärkere Verankerung des Bodenseeraums im Raumkonzept schafft gute Voraussetzungen für die weitere Entwicklung der Region. Insbesondere folgende Punkte sind zentral:

  • eine gute nationale und internationale Erreichbarkeit der Ostschweiz
  • eine abgestimmte Entwicklung von Siedlung, Verkehr und Landschaft
  • die Stärkung des Wirtschafts- und Innovationsstandorts
  • die vertiefte grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bodenseeraum

Die Kantone St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden und Thurgau werden sich weiterhin aktiv in die Umsetzung der räumlichen Entwicklung der Schweiz und insbesondere des Handlungsraums «Internationaler Bodenseeraum» einbringen. Gemeinsam mit den weiteren Mitgliedern der Internationalen Bodensee-Konferenz (IBK) werden die Kantone die Entwicklung und Positionierung des internationalen Bodenseeraums gezielt fördern. Ziel bleibt eine nachhaltige Entwicklung als attraktiver Lebens-, Wirtschafts- und Naturraum.

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