St.Gallen

Fenster Keller AG investiert in neue Produktionsanlage

Fenster Keller AG investiert in neue Produktionsanlage
Gemeinsam in die Zukunft: Mitarbeiter und Projektpartner beim feierlichen Spatenstich
Lesezeit: 3 Minuten

Was im Innern der Fenster Keller AG seit Jahren vorbereitet wurde, wird nun sichtbar: Mit dem Spatenstich für einen dreigeschossigen Erweiterungsbau setzt der Familienbetrieb in Bütschwil ein deutliches Bekenntnis zu seiner Zukunft. Im ersten Quartal 2027 nimmt eine neue Fensterproduktionsanlage den Betrieb auf.

Text: pd/stz.

Der Erweiterungsbau steht sinnbildlich für die Art, wie Ivo Keller das Familienunternehmen führt: mit Weitblick, Innovationskraft und einem Bekenntnis zu Qualität und Tradition.

Seit bald 16 Jahren steht er dem Betrieb in vierter Generation vor und ist zugleich Inhaber. Strukturen wurden neu geordnet, Verantwortung bewusst verteilt und jüngere Mitarbeiter früh in leitende Funktionen eingebunden. Auch die Planung des neuen Produktionslayouts und die Evaluation der neuen Anlagen entstanden im Team und unter Einbezug externer Fachleute – getragen von der Überzeugung, dass Kompetenzen im Unternehmen genutzt und weiterentwickelt werden müssen.

Eine bedeutende Rolle übernimmt Ivo Kellers Ehefrau Diana Keller. Seit rund 20 Jahren im Unternehmen tätig, verantwortet sie die Bereiche HR, Marketing und Sponsoring und prägt die Unternehmensstrategie und -entwicklung entscheidend mit.

Dass der Erweiterungsbau im Betrieb mitgetragen wird, zeigte sich bereits im vergangenen Jahr: Als die Bauvisiere gestellt wurden, überraschten die Mitarbeiter Ivo und Diana Keller mit einem symbolischen Spaten – Ausdruck der gemeinsamen Aufbruchstimmung.

Der Erweiterungsbau vereint künftig moderne Produktions- und Büroarbeitsplätze mit einem erlebnisorientierten Showroom unter einem Dach
Der Erweiterungsbau vereint künftig moderne Produktions- und Büroarbeitsplätze mit einem erlebnisorientierten Showroom unter einem Dach

Mehr Effizienz und Flexibilität

36 Jahre lang ist die bisherige Produktionsanlage bereits im Einsatz – laufend erweitert, modernisiert und von Beginn an digital angesteuert. Automatisierung gehört bei der Fenster Keller AG seit Jahrzehnten zur Praxis. Mit der neuen, rund 36 Meter langen Anlage werden mehrere bisher getrennte Arbeitsschritte in einem einzigen Durchgang zusammengeführt. Fensterteile bis zu sechs Meter Länge werden von der neuen Maschine selbstständig bearbeitet – die benötigten Werkzeuge wählt sie automatisch aus.

Warum investiert das Unternehmen gerade jetzt? «Wir wollen effizienter und flexibler produzieren sowie unser umfangreiches Produktportfolio durch Zusatzlösungen erweitern», sagt Ivo Keller. Die technische Erneuerung verändert die Abläufe, nicht aber die Grundhaltung. «Für uns sind Fenster keine Serienprodukte. Qualität und die Zufriedenheit unserer Kunden stehen immer im Vordergrund.»

Dank der kürzeren Durchlaufzeiten können die Kellers nun noch flexibler auf die geplanten Liefer- und Montagetermine reagieren. Die termingerechte Umsetzung hat für sie hohe Priorität. Ab Herbst 2026 werden die Produktionsabläufe schrittweise angepasst – im laufenden Betrieb. Die bestehende Maschine bleibt während der Übergangsphase im Einsatz. Die Auftragsbücher sind schon jetzt bis Herbst 2026 gut gefüllt.

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Spezialisierung mit Anspruch

Die Fenster Keller AG versteht sich als Fensterschreinerei. Überdies engagiert sich die Fenster Keller AG aktiv in der Berufsbildung und bildet Schreiner-Lernende aus. Neben der Serienfertigung gehört die Individualproduktion zu ihren Kernkompetenzen. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Produktion und Montage von Fenstern und Türen aus Holz und Holz-Metall für moderne und historische Gebäude und verfügt zudem über die Lizenz für Brandschutzfenster.

Durch die langjährige und umfassende Erfahrung bringt das Unternehmen wertvolles Fachwissen ein, wobei die gezielte Beratung integraler Bestandteil jedes Projekts ist.

Nachhaltigkeit mit Langfristigkeit

Der Erweiterungsbau vereint künftig moderne Produktions- und Büroarbeitsplätze mit einem erlebnisorientierten Showroom unter einem Dach. Nachhaltigkeit ist dabei kein Zusatz, sondern Teil des Selbstverständnisses. Gefertigt wird zu 100 Prozent mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz. Die Wärmegewinnung erfolgt CO₂-neutral mit eigenen Holzspänen, und auf dem Neubau ist eine Photovoltaikanlage geplant.

«Nachhaltigkeit bedeutet für uns auch, dass wir Produkte herstellen, die langjährig im Einsatz sind und wenig Wartung benötigen», sagt Ivo Keller.

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