Für das erste Quartal 2026 erwartet die Vakuumventilspezialistin einen Umsatz zwischen 240 und 260 Millionen Franken
Lesezeit: 2 Minuten
Die VAT Vakuumventile AG aus Haag blickt auf ein starkes Geschäftsjahr 2025 zurück: Das Unternehmen steigerte den Umsatz deutlich, erzielte einen Rekord beim freien Cashflow und will die Dividende um zwölf Prozent erhöhen. Gleichzeitig stellt sich VAT strategisch auf eine weiter anziehende, KI-getriebene Investitionsdynamik in der Halbleiterindustrie ein.
Text: stz.
Die VAT Vakuumventile AG hat im Geschäftsjahr 2025 ihr organisches Wachstum beim Auftragseingang und Umsatz beschleunigt und einen Rekord beim freien Cashflow erzielt. Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung eine Dividendenerhöhung um 12 Prozent auf 7.00 Franken je Aktie vor.
Im Gesamtjahr 2025 lag der Auftragseingang mit 1’033 Millionen Franken auf Vorjahresniveau. Auf vergleichbarer Basis entspricht dies jedoch einem Wachstum von 6 Prozent. Gegen Ende des Jahres belebte sich der Auftragseingang spürbar, nachdem die Märkte ihre Investitionen zur Unterstützung der KI-getriebenen Nachfrage verstärkten.
Der Umsatz stieg um 14 Prozent auf 1’074 Millionen Franken. Treiber dieses Wachstums waren insbesondere die Leading-Edge-Fertigung im Bereich Semiconductors sowie eine höhere Auslastung der Halbleiterfabriken im Segment Global Service.
Die EBITDA-Marge erreichte im Gesamtjahr 30.0 Prozent. Dies widerspiegelt die etablierte Bereitschaft von VAT für die anstehende Investitionsrampe. Im zweiten Halbjahr steuerte das Unternehmen die Kosten vorausschauend mit Blick auf den erwarteten Aufschwung und setzte gleichzeitig gezielte Investitionen in Forschung und Entwicklung fort.
Mit 230 Millionen Franken erzielte VAT einen rekordhohen freien Cashflow. Der Umwandlungssatz des freien Cashflows lag bei über 70 Prozent.
Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet VAT mit weiterem Wachstum. Im Bereich Semiconductors erwartet das Unternehmen zusätzliche Investitionen in den Ausbau von Leading-Edge-Fertigungskapazitäten zur Unterstützung der KI-getriebenen Nachfrage. Die weltweiten Investitionen in Wafer-Fab-Equipment dürften auf rund 130 Milliarden US-Dollar steigen. Auch das direkte China-Geschäft dürfte seinen Wachstumskurs fortsetzen.
Im Segment Global Service wird weiteres Wachstum erwartet, da die Auslastungsraten sehr hoch bleiben und die Nachfrage nach Fertigungskapazitäten zusätzliche Upgrade-Aktivitäten antreibt.
Im Bereich Advanced Industrials rechnet VAT ebenfalls mit Wachstum, mit Ausnahme der Forschung. Halbleiter-nahe Geschäftsfelder sowie die Energieerzeugung dürften den Grossteil des Wachstums liefern. Im Solargeschäft wird eine Rückkehr von Investitionen auf niedrigem Niveau erwartet, während wissenschaftliche Instrumente und Industriebeschichtungen ein stetiges Wachstum zeigen dürften.
Insgesamt geht VAT davon aus, dass Auftragseingang, Umsatz, EBITDA, EBITDA-Marge, Reingewinn und freier Cashflow im Gesamtjahr 2026 über dem Niveau von 2025 liegen werden.
Für das erste Quartal 2026 erwartet das Unternehmen einen Umsatz zwischen 240 und 260 Millionen Franken. Das Verhältnis von Aufträgen zu Verkäufen, das sogenannte Book-to-Bill, dürfte substanziell über 1 liegen.