VAT startet mit starkem Auftragsschub ins Jahr 2026
Mit einem Auftragseingang von 356 Millionen Franken verzeichnete VAT im ersten Quartal den zweithöchsten Wert der Firmengeschichte. Gegenüber dem Vorquartal entspricht dies einem Plus von 17 Prozent, im Jahresvergleich einem Wachstum von 47 Prozent. Getrieben wird diese Dynamik insbesondere durch die weltweit anhaltend hohe Nachfrage nach Halbleiterfertigungsanlagen im sogenannten Leading-Edge-Bereich, also bei den modernsten Chiptechnologien.
Der Umsatz lag bei 221 Millionen Franken und damit unter dem Vorquartal sowie dem Vorjahresniveau. Grund dafür sind temporäre Störungen in der Lieferkette infolge des Nahostkonflikts. Einzelne Komponenten konnten nicht wie geplant transportiert werden, wodurch sich Auslieferungen verzögerten. Insgesamt beziffert VAT den negativen Umsatzeffekt im ersten Quartal auf rund 20 bis 25 Millionen Franken.
Operativ bleibt das Geschäft sehr dynamisch. Das Book-to-Bill-Verhältnis erreichte mit 1,6 einen hohen Wert, was die starke Nachfrage unterstreicht. Der Auftragsbestand wuchs gegenüber Ende 2025 um 42 Prozent auf 431 Millionen Franken an.
Besonders stark entwickelte sich der Bereich Halbleiter, der von umfangreichen Investitionen in neue Produktionskapazitäten profitiert. Treiber sind unter anderem die steigenden Ausgaben für Künstliche Intelligenz und Cloud-Infrastrukturen. Branchenweit werden die Investitionen in diesem Umfeld für 2026 auf über 750 Milliarden US-Dollar geschätzt.
Für das Gesamtjahr bestätigt VAT den positiven Ausblick. Das Unternehmen erwartet steigende Auftragseingänge, höhere Umsätze sowie Verbesserungen bei EBITDA, EBITDA-Marge, Reingewinn und freiem Cashflow gegenüber dem Vorjahr. Auch im Servicegeschäft wird weiteres Wachstum erwartet, getragen von der hohen Auslastung in den Halbleiterfabriken weltweit.
Bereits im zweiten Quartal dürfte sich die Situation entspannen: VAT rechnet mit einem Umsatz zwischen 265 und 295 Millionen Franken und geht davon aus, dass die im ersten Quartal verzögerten Auslieferungen nachgeholt werden.
Langfristig sieht das Unternehmen den Markt in einer strukturellen Wachstumsphase. Die Nachfrage nach modernen Logic- und Memory-Chips übersteigt derzeit die Produktionskapazitäten deutlich. Weltweit befinden sich mehr als 110 Halbleiterfabriken im Bau, was die Nachfrage nach Fertigungstechnologie weiter antreibt.
Gleichzeitig bleibt das Umfeld anspruchsvoll. Geopolitische Risiken, Währungseffekte und globale Lieferketten stellen weiterhin Herausforderungen dar. Dank einer breit diversifizierten Produktionsplattform und eines flexiblen Betriebsmodells sieht sich VAT jedoch gut positioniert, um externe Einflüsse abzufedern.