Was läuft aus Sicht der Krisenkommunikation derzeit schief?
Der Zeitpunkt ist schlecht. Nach dem Cupsieg müsste der Club die Geschichte so erzählen: Mannschaft, Region, Kontinuität, Demut, Europa, Zukunft. Stattdessen dominieren Machtkampf, Verwaltungsratsumbau, Hüppi-Zukunft und Aktionärsinteressen die Agenda. Das ist eine Einladung zur Selbstzerstörung.
Hinzu kommen unklare Rollen.
Genau: Wer vertritt den Club? Der Präsident? Der bisherige Verwaltungsrat? Die künftige Führungsgruppe? Die Grossaktionäre? Die Fans? Senden mehrere Machtzentren gleichzeitig Signale, entsteht ein unübersichtliches Bild. Nach ISO 22361 ist genau das ein Krisenproblem: In einer Krise braucht eine Organisation klare Führung, ein gemeinsames Lagebild, definierte Rollen, abgestimmte Kommunikation und die Fähigkeit, Vertrauen zu schützen.