St.Gallen

Longines CSIO St.Gallen bringt Weltelite ins Gründenmoos

Longines CSIO St.Gallen bringt Weltelite ins Gründenmoos
Zwei Monate vor der Weltmeisterschaft in Aachen misst sich vom 4. bis 7. Juni im Gründenmoos die internationale Springreitelite
Lesezeit: 4 Minuten

Beim offiziellen Springreitturnier der Schweiz treten Olympiasieger, Weltmeister und Europameister an. Neben sieben Fünf-Sterne-Prüfungen, dem Range-Rover-Nationenpreis der Schweiz und dem Longines Grand Prix der Schweiz mit insgesamt knapp einer Million Euro Preisgeld bietet der Longines CSIO St.Gallen 2026 eine stark erweiterte Erlebniswelt für Familien, Kinder und Besucher.

Text: pd/stz.

Das Herzstück des Turniers bleibt der mit 250'000 Euro dotierte Range-Rover-Nationenpreis der Schweiz. Am Freitagnachmittag treten die Top-Nationen Belgien, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Irland, Österreich, die Schweiz, Spanien und die USA gegeneinander an. Damit sind in St.Gallen sämtliche Länder vertreten, die bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris und an der Europameisterschaft 2025 in A Coruña eine Medaille gewonnen haben.

Der Samstag steht mit dem Grossen Jagdspringen von Stadt und Kanton St.Gallen im Zeichen eines weiteren sportlichen Höhepunkts. Am Sonntag entscheidet sich zunächst, wer im Les Trois Rois Schweizer-Cup-Final die Trophäe gewinnt. Danach folgt zum Abschluss der vier Turniertage die Entscheidung im mit 500'000 Euro dotierten Longines Grand Prix der Schweiz.

Reitstars aus aller Welt im Gründenmoos

Das Teilnehmerfeld verspricht Springsport auf höchstem Niveau. Mit dem dreifachen Olympiasieger Ben Maher, der aktuell als Weltnummer 4 geführt wird, und dem erst 26-jährigen Harry Charles, der in Paris mit dem britischen Team Gold gewann, zählen die Briten in diesem Jahr zu den grossen Favoriten. Auch Titelverteidiger Deutschland reist mit einer starken Mannschaft an. Besonders Christian Ahlmann und Marcus Ehning stechen hervor: Beide haben in ihrer Karriere bereits zahlreiche Medaillen an grossen Titelkämpfen gewonnen.

Brasilien bringt drei Reiter nach St.Gallen, die Gold bei den Panamerikanischen Spielen errungen haben. Zudem kehrt Luciana Diniz ins Gründenmoos zurück. Bei ihrem letzten Start in St.Gallen im Jahr 2018 gewann sie den Longines Grand Prix. Aus Irland reisen mit Michael Duffy und Denis Lynch zwei Reiter an, die bereits Edelmetall an Europameisterschaften gewinnen konnten. Für das Team der USA startet Aaron Vale, die Weltnummer 27, erstmals in der Schweiz. Katherine A. Dinan, die von Beat Mändli trainiert wird, hat mit ihrem ausgezeichneten dritten Platz beim Weltcupfinal in Fort Worth in den USA zuletzt eindrücklich bewiesen, dass mit ihr zu rechnen ist.

Auch Österreich und Frankreich reisen mit starken Aushängeschildern an. Max Kühner, die Weltnummer 31, führt die österreichische Equipe an, Kevin Staut, die Weltnummer 41, die französische Mannschaft. Mit Willem Greve aus den Niederlanden, aktuell Weltnummer 22, und Erynn Ballard aus Kanada, Weltnummer 29, sind weitere Spitzenreiter am Start, die in den grossen Prüfungen jederzeit für Spitzenklassierungen gut sind.

Mahlwerk  

Schweizer Equipe mit drei Neulingen

Der Schweizer Equipenchef Peter van der Waaij setzt beim Heim-CSIO auf eine interessante Mischung aus Erfahrung und neuen Gesichtern. Neben Steve Guerdat, der aktuellen Weltnummer 9, und Martin Fuchs, der Weltnummer 32, hat er mit Gaëtan Joliat, Alain Jufer und Jason Smith drei Reiter ins Team berufen, die in St.Gallen noch nie die Schweizer Farben vertreten haben.

Auch innerhalb der Schweizer Delegation gibt es Premieren: Schweizermeisterin Eva Gautschi sowie die beiden erst zwanzigjährigen Noah Keller und Bryan Smits starten erstmals bei den Fünf-Sterne-Prüfungen am Heim-CSIO.

Für Peter van der Waaij ist der Auftritt im Gründenmoos ein wichtiger Gradmesser: «In St.Gallen möchten wir uns von der besten Seite zeigen und zählen auf die Unterstützung unserer vielen Fans. Für unsere 17 Reiterinnen und Reiter ist es die perfekte Gelegenheit, sich mit grossartigen Leistungen für höhere Aufgaben zu empfehlen.»

Erweiterte Erlebniswelt spricht neue Zielgruppen an

Neben dem Sport bietet der Longines CSIO St.Gallen 2026 ein so breites Rahmenprogramm wie noch nie. Der Auftakt erfolgt bereits am Mittwoch mit dem von Migros präsentierten Kindernachmittag. Das CSIO-Maskottchen Galoppi begrüsst Kinder im Alter von etwa vier bis zwölf Jahren und ihre Begleitpersonen zu einer unterhaltsamen Show sowie zu verschiedenen Aktivitäten zum Mitmachen.

Im kostenlos zugänglichen Erlebnispark Breitfeld wartet in diesem Jahr erstmals eine Western Ranch mit Quarter Horses auf die Besucher. Dort können sie sich unter anderem im Hufeisenwerfen, Lassowerfen und Axtwerfen versuchen. Ebenfalls neu ist der CSIO-Hundepark mit spezifischen Ausstellern.

Dazu kommt das beliebte Kinderparadies mit Ponyreiten, Hüpfburg, Defender Kids Parcours, Torwandschiessen und weiteren Angeboten. Im Showring sorgen verschiedene Vorführungen aus der Welt der Pferde für Abwechslung. Fohlen aus schweizerischer und deutscher Zucht können bestaunt und am Samstag bei einer Auktion sogar erworben werden.

Auch kulinarisch wird rund um die Arena viel geboten. Das neue Restaurant Panorama-Alp im Chalet-Stil und zahlreiche Verpflegungsstände laden zum Geniessen und Verweilen ein. Zwischen den Prüfungen sorgen Artisten und Musiker für Unterhaltung. Am Donnerstag, Freitag und Samstag steigt zudem die Riders Party mit Live-Musik.

OK-Präsidentin Nayla Stössel sieht den Longines CSIO St.Gallen als Sportereignis und Volksfest zugleich: «Der Longines CSIO St.Gallen ist tief in der Ostschweiz verankert. Wir möchten nicht nur Pferdesportfans begeistern, sondern der ganzen Bevölkerung ein Erlebnis bieten: sportlich, familiär und überraschend vielseitig. Bis 16 Jahre sind alle kostenlos dabei und Tageseintritte sind ab 25 Franken erhältlich.»

www.csio.ch

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