Studyond bringt Wirtschaft ins Studium
Text: pd/stz.
Wirtschaft erleben, bevor der erste Arbeitsvertrag unterschrieben ist: Dieses Ziel verfolgen Studyond und Wirtschaftsbildung.ch mit ihrer neuen Partnerschaft. Die beiden Organisationen verbinden ihre Netzwerke und Angebote, um den Austausch zwischen Bildung und Unternehmen über mehrere Ausbildungsstufen hinweg zu stärken.
Wirtschaftsbildung.ch setzt auf der Sekundarstufe II an. Seit über 50 Jahren vermittelt die Organisation wirtschaftliche Zusammenhänge mit Wirtschaftswochen und Unternehmenssimulationen. Jugendliche übernehmen dabei selbst Verantwortung und erleben, welche Folgen unternehmerische Entscheidungen haben.
Von der Kanti bis zur Masterarbeit
An der Hochschule führt Studyond diesen Ansatz weiter. Das St.Galler Unternehmen bringt Firmen mit passenden Studiengängen und Hochschulen zusammen. Die Möglichkeiten reichen von Gastvorträgen über Praxisprojekte und Abschlussarbeiten bis zu Einstiegsstellen und eigenen Firmenevents.
Damit will Studyond eine Hürde abbauen, die viele Unternehmen kennen: Hochschulkontakte sind verstreut, Ansprechpartner schwer zu finden und Kooperationen hängen häufig von persönlichen Beziehungen ab. Wer mit mehreren Hochschulen zusammenarbeiten möchte, muss sein Netzwerk oft aufwendig selbst aufbauen.
Über Studyond sollen Firmen ihre Anliegen gezielt einbringen können. Studenten bearbeiten dadurch reale Fragestellungen, sammeln Berufserfahrung und knüpfen früh Kontakte zu möglichen Arbeitgebern. Unternehmen erhalten im Gegenzug Zugang zu neuen Ideen und lernen Nachwuchskräfte bereits während der Ausbildung kennen.
Praxiserfahrung gewinnt mit KI an Gewicht
Die Partner sehen gerade im Wandel durch künstliche Intelligenz einen Grund, den Praxisbezug zu stärken. Wenn Wissen jederzeit abrufbar ist, gewinnen Urteilsvermögen, Erfahrung und die Fähigkeit, Lösungen auf konkrete Situationen zu übertragen, an Bedeutung.
«Ich habe an der Uni viele Masterarbeiten begleitet und erlebt, wie eine einzige Arbeit den Blick auf die eigene Zukunft verändern kann. Plötzlich entstehen Möglichkeiten und Karrierewege, die man vorher nicht einmal kannte», sagt Studyond-CEO Philipp Wetzel.
Damit solche Chancen entstehen, müssten Hochschulen es Unternehmen leichter machen, ihr Wissen einzubringen. «Heute scheitert die Zusammenarbeit oft noch an fehlenden Strukturen und komplizierten Abläufen. Studyond setzt genau dort an.»
Aus der Forschung in die Praxis
Studyond ist aus einem Innosuisse-Forschungsprojekt der ETH Zürich, der Universität St.Gallen und der OST – Ostschweizer Fachhochschule hervorgegangen. Das Unternehmen ist offizielles HSG-Spin-off und ETH-Startup. Auf den LEADER Digital Award 2025 folgte 2026 die Aufnahme ins MITdesignX-Accelerator-Programm am Massachusetts Institute of Technology in Boston.
In den kommenden Monaten wollen Studyond und Wirtschaftsbildung.ch ihre Angebote und Netzwerke miteinander verknüpfen. So soll aus der ersten Wirtschaftswoche ein Ausgangspunkt für weitere Praxiserfahrungen werden, die bis zum Hochschulabschluss reichen.
Weitere Informationen: studyond.com