Stadlers Weltneuheit nimmt Fahrt auf
Text: pd/stz.
Zwischen Hemishofen und Ramsen beginnt für Stadlers Wasserstoffzüge die Bewährungsprobe. Den Auftakt macht ein Fahrzeug für den sardischen Regionalbahnbetreiber ARST. Seit Mitte Oktober werden die Züge und ihre Systeme unter realen Bedingungen geprüft.
Die knapp vier Kilometer lange Strecke entstand im Frühjahr gemeinsam mit Bahninfra und Müller Gleisbau. Eine zusätzliche Schiene innerhalb des bestehenden Normalspurgleises ermöglicht Fahrten auf der sogenannten italienischen Meterspur mit 950 Millimetern Spurweite.
Bisher mussten entsprechende Fahrzeuge auf ihren späteren Einsatzstrecken in Italien getestet werden. Nun lassen sich Anpassungen nahe am Werk Bussnang vornehmen. Das beschleunige die anschliessende Inbetriebsetzung beim Kunden deutlich, erklärt Ansgar Brockmeyer, stellvertretender Group CEO von Stadler.
Zunächst steht der Wasserstoffantrieb im Fokus: Er wird bei verschiedenen Geschwindigkeiten und unterschiedlichen Tankfüllständen geprüft. Danach folgen weitere zulassungsrelevante Tests, etwa zum Beschleunigungs- und Bremsverhalten.
Die neue Strecke wird Stadler länger beschäftigen: In den kommenden drei Jahren sollen dort insgesamt 21 Wasserstoffzüge für Sardinien, Kalabrien und Sizilien erprobt werden.