Thurgau

Stadler komplettiert Elektroflotte für das Aostatal

Stadler komplettiert Elektroflotte für das Aostatal
Die sechs Züge wurden im Stadler-Werk im polnischen Siedlce gebaut
Lesezeit: 2 Minuten

Sechs neue Züge für die italienischen Alpen: Stadler hat die gesamte bestellte Elektroflotte für die Region Aostatal ausgeliefert. Zusammen mit der Elektrifizierung der Strecke sollen die Fahrzeuge jährlich mehr als 500’000 Liter Diesel einsparen. Zum Auftrag gehört auch die Wartung während fünf Jahren.

Text: pd/stz.

Am Bahnhof Torino Porta Nuova hat die Region Aostatal ihre sechs neuen vollelektrischen Flirt-Züge vorgestellt. Die leuchtend roten Fahrzeuge des Thurgauer Schienenfahrzeugherstellers wurden im polnischen Siedlce gefertigt und innerhalb von etwas mehr als zwei Jahren entwickelt und gebaut. Sie bieten mehr Platz und höheren Reisekomfort für Pendler und Touristen auf der Verbindung zwischen Turin und Aosta.

Die Auslieferung setzt eine über zehnjährige Zusammenarbeit fort: Bereits 2015 bestellte die Region fünf bimodale Flirt-Züge, die sowohl unter Fahrleitung als auch mit Dieselantrieb verkehren können. Diese stehen seit sieben Jahren auf der Strecke Aosta–Turin im Einsatz. Die sechs neuen Elektrozüge ergänzen die bestehende Flotte und übernehmen deren markante Gestaltung.

Mehr Platz für Pendler und Touristen

Jeder der vierteiligen Züge verfügt über 236 Sitzplätze, klimatisierte Innenräume und grosszügige Mehrzweckbereiche für Fahrräder und Skiausrüstung. Vier breite Niederflurtüren pro Fahrzeugseite ermöglichen einen raschen Fahrgastwechsel und einen barrierefreien Einstieg. Die Fahrzeuge erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h und sind mit dem Europäischen Zugsicherungssystem ETCS ausgestattet.

Für den Einsatz auf anspruchsvollen Bergstrecken setzt Stadler auf leichte Aluminiumwagenkästen und reduzierte Achslasten. Bei der Entwicklung flossen zudem die Erfahrungen mit den bereits im Aostatal eingesetzten Fahrzeugen ein.

«Dieses Projekt ist eine wichtige Investition in die Zukunft des Aostatals und wird dazu beitragen, die Region für Touristen noch attraktiver zu machen», sagt Laura Obert, Leiterin des öffentlichen Nahverkehrs der Region Aostatal.

OD  La Culina  

Über eine halbe Million Liter weniger Diesel

Mit der vollständigen Elektrifizierung der Strecke und der Inbetriebnahme der neuen Flotte sollen jährlich über 500’000 Liter Diesel eingespart werden. Die Elektrozüge verkehren ohne lokale Abgasemissionen und leisten damit einen Beitrag zu einem umweltfreundlicheren Regionalverkehr.

Auch optisch bleiben sie eng mit ihrer Heimatregion verbunden: Wie ihre Vorgänger tragen die neuen Fahrzeuge das Herzlogo «LOVE VDA», das für Landschaft, Kultur und Tourismus des Aostatals wirbt.

Stadler übernimmt auch die Wartung

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