St.Gallen

Neurodivergenz als Chance für die Arbeitswelt

Neurodivergenz als Chance für die Arbeitswelt
Organisatorin Prof. Dr. Alexandra Cloots, Institutsleiterin iDNA Institut für Diversität und Neue Arbeitswelten
Lesezeit: 2 Minuten

Wie können Unternehmen, Verwaltungen und Organisationen neurodivergente Menschen besser einbeziehen? Und weshalb lohnt sich das nicht nur für Betroffene, sondern für ganze Teams und Organisationen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das St.Galler Vielfaltsforum 2026 am 16. Juni an der OST in St.Gallen.

Text: pd/stz.

Vielfalt, Inklusion und neue Arbeitswelten gehören zu den wichtigen Zukunftsthemen für Unternehmen, Verwaltungen und Bildungsinstitutionen. Mit dem St.Galler Vielfaltsforum 2026 greift die OST gemeinsam mit ihrem iDNA Institut für Diversität und Neue Arbeitswelten ein Thema auf, das in Organisationen zunehmend an Bedeutung gewinnt: Neurodivergenz in der Arbeitswelt.

Unter dem Titel «Neurodivergenz in der Arbeitswelt – Potenziale erkennen, Strukturen verändern» lädt die OST Fach- und Führungskräfte, Personalverantwortliche sowie alle Interessierten dazu ein, neurodivergente Perspektiven besser zu verstehen, bestehende Rahmenbedingungen zu hinterfragen und konkrete Ansätze für inklusive Arbeitswelten kennenzulernen.

Neurodiversität beschreibt die natürliche Vielfalt menschlicher Denk-, Lern- und Wahrnehmungsweisen. Rund 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung gelten als neurodivergent, etwa Menschen auf dem Autismus-Spektrum, mit AD(H)S oder Legasthenie. Obwohl diese Vielfalt in nahezu jeder Organisation vorhanden ist, wird sie im Arbeitsalltag bislang oft wenig berücksichtigt.

Das Vielfaltsforum des iDNA Instituts für Diversität und Neue Arbeitswelten der OST möchte deshalb neue Perspektiven eröffnen: weg von einem einseitigen Defizitblick, hin zu einem differenzierten Verständnis von Potenzialen, passenden Rahmenbedingungen und strukturellen Anpassungen. Die Veranstaltung verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit Erfahrungen aus Unternehmen und Institutionen und schafft Raum für Austausch, Reflexion und neue Impulse.

Im Zentrum stehen Fragen nach inklusiver Führung, geeigneten Arbeitsformen und den Chancen kognitiver Vielfalt für Teams und Organisationen. Die Teilnehmer erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit Fachinputs, Keynotes, interaktiven Workshops und Möglichkeiten zum Netzwerken.

Zu den Referenten gehören Fachpsychologen der Kliniken Valens, Vertreter der SBB, Swisscom und AXA Schweiz, HR Today sowie Experten von lokal verankerten Organisationen wie der Fachstelle Autismus Ost und EnableMe. Thematisiert werden unter anderem neurodivergente Perspektiven im Berufsalltag, der Aufbau von Neurodiversity-Communities in Unternehmen, inklusive Führungsarbeit sowie die Frage, wie neurodivergente Talente gezielt gefördert werden können.

In vier parallel stattfindenden Workshops erhalten die Teilnehmer praxisnahe Einblicke in konkrete Umsetzungsbeispiele. Die Themen reichen von Inklusionsmassnahmen bei AXA Schweiz über Autismus im Berufsalltag und gelingende Perspektivenwechsel bis zu Neurodivergenz als Wettbewerbsvorteil in Zeiten künstlicher Intelligenz. Ergänzt wird das Programm durch eine Denkwerkstatt mit Themenstationen.

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