LLB-Gruppe überschreitet 125-Milliarden-Marke
Text: pd/stz.
Das Geschäftsvolumen überstieg per 31. Dezember 2025 erstmals die Marke von 125,9 Milliarden Franken, was einem Anstieg von 10,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Kundenvermögen erreichten 108,9 Milliarden Franken und lagen damit um 12,2 Prozent beziehungsweise 11,9 Milliarden Franken über dem Vorjahreswert. Davon entfallen 3,2 Milliarden Franken auf die Übernahme der ZKB Österreich. Neben diesem akquisitorischen Effekt trug eine positive Marktperformance zum Wachstum bei, während der starke Schweizer Franken einen negativen Währungseffekt auslöste.
Der Netto-Neugeldzufluss belief sich auf 3,7 Milliarden Franken, was einer Wachstumsrate von 3,8 Prozent entspricht. Die Zuflüsse sind breit diversifiziert und verteilen sich über beide Marktdivisionen sowie alle drei Buchungszentren. Die Kundenausleihungen stiegen auf 17,0 Milliarden Franken. Insgesamt resultierten Net New Loans von 540 Millionen Franken, entsprechend einer Wachstumsrate von 3,3 Prozent. Nach einem Rückgang im ersten Halbjahr infolge einer konsequent selektiven Kreditvergabe konnte im zweiten Halbjahr wieder ein Wachstum erzielt werden.
Ertragskraft stabil, Integration im Fokus
Das Konzernergebnis erreichte mit 166,5 Millionen Franken nahezu das Vorjahresniveau von 167,2 Millionen Franken, dies trotz Integrationskosten von rund 10 Millionen Franken. Der Geschäftsertrag stieg auf 611,6 Millionen Franken und lag damit 8,1 Prozent über dem Vorjahreswert. Wesentlich dazu beigetragen hat die Übernahme und Konsolidierung der ehemaligen ZKB Österreich. Insbesondere im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft resultierte ein Plus von rund 45,2 Millionen Franken. Höhere durchschnittliche Volumina und eine gesteigerte Kundenaktivität wirkten zusätzlich unterstützend.
Im Zinsengeschäft lag der Ertrag infolge des tieferen Zinsniveaus rund 11,2 Millionen Franken unter dem Vorjahr. Demgegenüber erzielte das Handelsgeschäft mit 219,7 Millionen Franken ein höheres Resultat als im Vorjahr, begünstigt durch die ausgeweitete Zinsdifferenz zwischen dem Schweizer Franken und den Fremdwährungszinsen sowie durch eine höhere Kundenhandelsaktivität im Devisenbereich.
Der Geschäftsaufwand belief sich auf 410,4 Millionen Franken und lag damit 11,1 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Anstieg stand im Zusammenhang mit der Übernahme der ehemaligen ZKB Österreich sowie den einmaligen Integrationskosten von rund 10 Millionen Franken. Trotz der Integration von rund 100 Mitarbeitern erhöhte sich der Personalbestand gruppenweit im Jahresvergleich lediglich um rund acht Vollzeitstellen. Die Cost-Income-Ratio lag bei 67,0 Prozent. Ohne die einmaligen Integrationskosten würde sie 65,4 Prozent betragen. Die Tier-1-Ratio belief sich per Jahresende auf 19,0 Prozent und unterstreicht die sehr solide Kapitalisierung der Gruppe.
Verwaltungsratspräsident Georg Wohlwend zieht eine positive Bilanz: «Die konsequente Umsetzung unserer Strategie ACT-26 hat 2025 Wirkung gezeigt und stärkt die Position der LLB-Gruppe nachhaltig. Dass wir in einem weiterhin fordernden Umfeld ein solides Jahresergebnis erzielt haben, zeigt die Widerstandsfähigkeit unseres Geschäftsmodells.»
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Stabile Dividende, ebensolcher Ausblick
Group-CEO Christoph Reich blickt zuversichtlich nach vorn: «2025 haben wir unsere Strategie zielstrebig umgesetzt und dabei zentrale Meilensteine erreicht. In diesem Jahr werden wir ACT-26 planmässig und erfolgreich abschliessen. Mit unserer starken Position in unseren vier Kernmärkten sind wir bestens gerüstet, um unser profitables Wachstum auch künftig fortzusetzen. Zudem haben wir bereits in den vergangenen Jahren bewiesen, dass wir auch in einem anspruchsvollen Umfeld erfolgreich sein können. Für das Geschäftsjahr 2026 erwarten wir daher ein solides Ergebnis.»
Im Geschäftsjahr 2025 wurden dem Land Liechtenstein Dividenden und Steuern von 64,6 Millionen Franken gutgeschrieben. Als Hauptaktionär profitiert es damit von der attraktiven Dividendenpolitik der LLB-Gruppe. An der Generalversammlung vom 17. April 2026 beantragt der Verwaltungsrat eine unveränderte Dividende von 2,80 Franken je Aktie. Die Dividendenrendite beträgt 3,3 Prozent.
An der Generalversammlung endet bei zwei Mitgliedern des Verwaltungsrates die dreijährige Mandatsperiode. Nicole Brunhart sowie Christian Wiesendanger, beide seit 2023 im Gremium, stellen sich für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung.
Auch 2026 ist mit geopolitischen Spannungen und einem volatilen Marktumfeld zu rechnen. Nach einer Phase gezielter Investitionen in Wachstum und Innovation liegt der Fokus im letzten Jahr der Strategieperiode auf dem Kernelement Effizienz. Die Arbeiten an der Nachfolgestrategie haben begonnen; sie wird im Herbst 2026 präsentiert.