KMU prägen die Schweizer Wirtschaft in ihrer ganzen Vielfalt
Vielfalt macht die Schweizer KMU-Landschaft bedeutend
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Die 11. Schweizer KMU-Studie des Schweizerischen Instituts für KMU und Unternehmertum an der Universität St.Gallen und der OBT AG ist erschienen. Sie basiert auf den aktuellsten Zahlen des Bundesamts für Statistik aus dem Jahr 2023 und zeigt, wie vielfältig, bedeutend und unterschiedlich die KMU-Landschaft der Schweiz ist.
Text: pd/stz.
Seit mehr als 18 Jahren verfolgt die Studienreihe ein zentrales Ziel: Sie will fundierte Informationen über die KMU-Landschaft der Schweiz bereitstellen und aufzeigen, wie unterschiedlich kleine und mittlere Unternehmen strukturiert sind. Denn KMU ist nicht gleich KMU. Zum Spektrum gehören der Coiffeur, die Bäckerei, der Malerbetrieb, die IT-Firma oder die Werbeagentur ebenso wie hochspezialisierte Weltmarktführer in der Medizinaltechnik oder im Maschinenbau.
Gerade diese Vielfalt macht die Schweizer KMU-Landschaft so bedeutend. Sie steht für handwerkliche Betriebe, Dienstleister, innovative Technologiefirmen, exportorientierte Industrieunternehmen und zahlreiche Unternehmer, die mit ihren Betrieben Arbeitsplätze schaffen, Wertschöpfung ermöglichen und die wirtschaftliche Entwicklung der Schweiz mitprägen.
Das Schweizerische Institut für KMU und Unternehmertum an der Universität St.Gallen und die OBT AG beschäftigen sich seit Jahrzehnten mit den Belangen und Herausforderungen der KMU. Dies sowohl in der Forschung als auch in der unternehmerischen Praxis. Mit der Studienreihe auf Basis der jeweils aktuellsten BFS-Zahlen bieten die Autoren Unternehmern, Entscheidungsträgern und der Gesellschaft einen fundierten Überblick über die KMU in der Schweiz und im internationalen Vergleich.
Schweizer KMU-Studie 2026: Das Wichtigste in Kürz 99.7 Prozent aller marktwirtschaftlichen Unternehmen in der Schweiz sind KMU. Insgesamt wurden 626’033 Unternehmen ausgewertet. Davon sind 561’952 Mikrounternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten, 52’476 Kleinunternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten und 9’791 Mittelunternehmen mit 50 bis 249 Beschäftigten. Nur 1’814 Unternehmen zählen zu den Grossunternehmen.
Rund zwei Drittel der Beschäftigten in Vollzeitäquivalenten arbeiten in KMU. Mikrounternehmen stellen 21.7 Prozent der Beschäftigung, Kleinunternehmen 21.2 Prozent und Mittelunternehmen ebenfalls 21.2 Prozent. Grossunternehmen kommen trotz ihres geringen zahlenmässigen Anteils auf 36.0 Prozent der Beschäftigung.
Mehr als die Hälfte aller KMU sind Ein-Personen-Unternehmen. Sie machen 53.2 Prozent aller Unternehmen aus, stehen aber nur für 5.5 Prozent der Beschäftigung in Vollzeitäquivalenten.
Der Dienstleistungssektor dominiert die KMU-Landschaft: 77.4 Prozent aller KMU sind Dienstleistungsbetriebe. Der Industriesektor umfasst zwar nur 14.7 Prozent der KMU, stellt aber 28.3 Prozent der KMU-Beschäftigten in Vollzeitäquivalenten.
Die Studie zeigt auch grosse kantonale Unterschiede. Zürich weist absolut am meisten KMU auf. Basel-Stadt ist stark von Grossunternehmen geprägt, während Appenzell Innerrhoden laut Studie keine Grossunternehmen ausweist.
Von den 2018 gegründeten Unternehmen waren fünf Jahre später noch 50.7 Prozent aktiv. Die höchste Überlebensrate weist das Gesundheits- und Sozialwesen auf, die tiefste das Gastgewerbe.
Nur rund jedes 14. Schweizer KMU exportiert. Dennoch stehen KMU für rund 30 Prozent des Schweizer Exportvolumens. Der grösste Teil davon entfällt auf Mittelunternehmen.
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