St.Gallen

IHK-Jubiläumsbesuch bei Oertli Instrumente

IHK-Jubiläumsbesuch bei Oertli Instrumente
Thomas Bosshard erläuterte den Besuchern die Abläufe bei Oertli Instrumente
Lesezeit: 2 Minuten

Die IHK St.Gallen-Appenzell feierte am 22. Juni ihr 555-jähriges Bestehen anlässlich der GV bei SFS. Für die weit über 600 Gäste hatte man sich etwas Besonderes ausgedacht: Betriebsbesichtigungen bei diversen Rheintaler Betrieben. Unser Redaktionsteam hat den Besuch bei Oertli Instrumente in Berneck begleitet.

Mit einem Bus wurden jene Interessenten, die sich diesen weltweit führenden Anbieter bei Geräten und Instrumenten in der Augenchirurgie ausgesucht hatten, zum Betrieb von Oertli in der Hafnerwisenstrasse gebracht.

Das Betriebsgebäude von Oertli Instrumente in Berneck
Das Betriebsgebäude von Oertli Instrumente in Berneck

Innovationen und Highlights

Seit der Unternehmensgründung im Jahr 1955 ist Oertli von einer Geschichte reich an Innovationen, Highlights und wissenschaftlichen Erfolgen geprägt. Gerade in den vergangenen Jahrzehnten hat Oertli mit zahlreichen Innovationen, patentierten Verfahren und einem konsequenten Qualitätsdenken massgeblich zum technischen Fortschritt beigetragen.

Die Besucher der IHK St.Gallen-Appenzell treffen ein
Die Besucher der IHK St.Gallen-Appenzell treffen ein

Die Fokussierung auf Kernkompetenzen und hohes interdisziplinäres Wissen waren dabei zentrale Aspekte des Erfolges. Heute wird in Berneck Entwicklung, Produktion und Vertrieb von komplexen elektronischen Steuergeräten, höchst präzisen Mikroinstrumenten und sterilem Operationszubehör beherrscht. Über 220 Mitarbeitende sind am Produktionsstandort im St. Galler Rheintal tätig. 280 Menschen sind es weltweit. Siesorgen jeden Tag dafür, dass die Erfolgsgeschichte weitergeschrieben wird.

Remo Wild von IHK St.Gallen-Appenzell
Remo Wild von IHK St.Gallen-Appenzell

Entwicklungs-, Reinraum- und Produktionsräumlichkeiten

Die beiden Co-CEOs, Firmeneigentümer und Brüder Thomas Bosshard und Christoph Bosshard führten zusammen mit Mitarbeitern die rund dreissig Unternehmerinnen und Unternehmer aus St.Gallen und Appenzell durch die Entwicklungs-, Reinraum- und Produktionsräumlichkeiten. «Unsere Geräte und Instrumente sind jährlich bei rund zwei Millionen Augenoperationen im Einsatz», erläuterte Thomas Bosshard, »dazu entwickeln, produzieren und vertreiben wir hier mit hoher Wertschöpfung in Berneck.»

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Schon vor der Betriebsbesichtigung tauschen sich die Leute aus
Schon vor der Betriebsbesichtigung tauschen sich die Leute aus

Das Unternehmen funktioniere nach dem Grundsatz «Viele können vieles». Und dabei sind die Mitarbeiter auch noch besonders innovativ. Die Augenchirurgie einfacher, sicherer und effizienter machen – dieses übergeordnete Ziel treibt Oertli an. Um dieses Ziel zu erreichen, werden verschiedene Wege gegangen. Zum Beispiel mit drei unterschiedlichen Operationsplattformen, um den Bedürfnissen im Markt situationsorientiert gerecht zu werden.

Im Foyer erläutert CEO Thomas Bosshard die Daten und Fakten zum Unternehmen
Im Foyer erläutert CEO Thomas Bosshard die Daten und Fakten zum Unternehmen

Grosse Herausforderungen

«Wir stehen laufend vor grossen Herausforderungen», führte Thomas Oertli fort, «Es besteht ein hoher Kostendruck, die Anforderung der Regulierungen in den USA, Europa und China sind zu einer absoluten Kerndisziplin geworden. Dann fällt der Kaufentscheid immer weniger im Operationssaal, sondern immer mehr in den Offices. Wir müssen uns einem geänderten Kundenanspruch anpassen, denn jüngere Ärzte funktionieren einfach anders als ältere. Neue chirurgische Standards müssen eingehalten werden. Der Reifegrad der Produkte wird immer höher und damit dann auch die Austauschbarkeit. Und wir wollen nachhaltig sein.»

Derzeit entsteht ein stolzer Neubau für etwa 30 Mio Franken
Derzeit entsteht ein stolzer Neubau für etwa 30 Mio Franken

Neunzig Prozent der von Oertli erzeugten Produkte gehen in den Export. Derzeit entsteht am Standort Berneck ein neues Gebäude mit 11´000 m2 Gebäudefläche. Für Logistik, Lager, Reinraum, Produktion und Schulung. Kostenpunkt: ca. 30 Mio Franken.

Text: Gerd Huber
Bilder: Ulrike Huber

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