Content-Marketing und KI: So gewinnen KMU an Sichtbarkeit
Text: Michael Breu
Sigrid Hofer-Fischer, Professorin für Marketing am ISM Institut für Strategie und Marketing an der OST,– Ostschweizer Fachhochschule, zeigte auf, worin sich Content-Marketing von klassischer Werbung unterscheidet. Während Werbung direkt Produkte oder Dienstleistungen bewirbt, setze Content-Marketing auf nützliche und relevante Inhalte für klar definierte Zielgruppen.
Ziel sei es, Vertrauen aufzubauen und langfristige Kundenbeziehungen zu stärken. Entscheidend sei der Mehrwert der Inhalte, unabhängig davon, ob diese als Blogbeitrag, Newsletter, Video oder Podcast veröffentlicht würden.
Analyse mit der Hero-Hub-Hygiene-Matrix
Eine klare Strategie sei dabei zentral. Unternehmen müssten ihre Zielgruppen genau kennen, deren Informationsbedarf analysieren und Inhalte systematisch planen. Anhand der Hero-Hub-Hygiene-Matrix erläuterte Hofer-Fischer, wie Inhalte strategisch strukturiert werden können: «Hero Content» sorge für Aufmerksamkeit, «Hub Content» fördere die Bindung und «Hygiene Content» decke konkrete Informationsbedürfnisse ab.
Hochwertige Inhalte verbesserten zudem die Auffindbarkeit in Suchmaschinen und stärkten die Position von KMU im Wettbewerb.
KI-Inhalte müssen zur Markenidentität passen
Alexander Fürer, Geschäftsleiter der Agentur FIVE & RDCL Human Centered AI und Referent an der OST, beleuchtete den Einsatz von KI im Marketing. KI könne Unternehmen bei Markt- und Konkurrenzanalysen unterstützen und die Erstellung von Text-, Bild-, Video- und Audioinhalten erleichtern. Dies spare Zeit und Ressourcen. Gleichzeitig betonte er, dass KI-generierte Inhalte stets zur Markenidentität passen müssten. Eine einheitliche Tonalität und ein klarer Stil seien entscheidend.
Neben der klassischen Suchmaschinenoptimierung gewinne zudem die sogenannte Generative Engine Optimization an Bedeutung. Inhalte müssten so aufbereitet sein, dass sie auch in KI-gestützten Suchsystemen sichtbar seien. Strukturierte Inhalte, Frage-Antwort-Formate sowie transparente Angaben zu Autoren und Quellen könnten die Sichtbarkeit erhöhen.
Vorschau: Rechtsfragen im Fokus von «Gewerbe@OST»
Organisiert wurde «Gewerbe@OST» vom Kompetenzzentrum Wissenstransfer & Innovation der OST gemeinsam mit dem städtischen Gewerbeverband. Die Veranstaltung fand am Montagabend in der Aula der OST in St.Gallen statt. Gian Bazzi, Präsident von Gewerbe Stadt St.Gallen, würdigte den Anlass als wichtigen Treffpunkt von Wissenschaft und Wirtschaft. Die Diskussion leitete Claudia Brönimann, Leiterin des Kompetenzzentrums Wissenstransfer & Innovation an der OST.
Die nächste Veranstaltung von «Gewerbe@OST» findet am 20. August 2026 statt. Das Thema lautet Recht & KMU. Referent ist Prof. Dr. iur. Roman Schister, Leiter des Kompetenzzentrums für Business Law an der OST.