HSG und Auto-Schweiz starten Mobilitäts-Lab
Text: pd/red
Ende 2024 hatten beide Partner eine Fördervereinbarung abgeschlossen, ursprünglich mit dem Ziel, einen Teilzeit-Lehrstuhl für Mobilitätsmanagement aufzubauen. Im Verlauf der Zusammenarbeit wurde dieser Ansatz jedoch angepasst. Künftig sollen die gemeinsamen Ziele flexibler und stärker projektorientiert verfolgt werden.
Fokus auf praxisnahe Forschung
Das neue «auto-schweiz Lab» wird am Institut für Mobilität der HSG angesiedelt. Inhaltlich richtet es sich auf zentrale Zukunftsthemen des Individual- und Güterverkehrs aus. Dazu gehören Fragestellungen rund um die Transformation der Mobilität, die wissenschaftlich begleitet und gleichzeitig eng mit der Praxis verzahnt werden sollen.
Im Unterschied zu einem klassischen Lehrstuhl steht dabei die projektbasierte Forschung im Vordergrund. Gleichzeitig soll gezielt der wissenschaftliche Nachwuchs gefördert werden, etwa durch Doktorandenstellen.
Langfristige Finanzierung bis 2034
Für die Partnerschaft stellen die Beteiligten insgesamt rund 2,4 Millionen Franken bereit. Die Mittel fliessen über die HSG Foundation und sind auf mindestens vier bis maximal acht Jahre ausgelegt.
Damit werden unter anderem zwei Doktorandenstellen sowie eine Projektleitungsfunktion finanziert. Ziel ist es, bestehende Kompetenzen am Institut für Mobilität gezielt auszubauen und stärker zu bündeln.
Mobilitätsbranche im Umbruch
Aus Sicht von Auto-Schweiz kommt der Praxisbezug eine zentrale Rolle zu. Die Automobilbranche befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel, geprägt von Entwicklungen wie Elektrifizierung, Digitalisierung und neuen Mobilitätsmodellen.
Das neue Lab soll genau hier ansetzen und wissenschaftliche Erkenntnisse direkt mit den Bedürfnissen der Branche verknüpfen. Für die HSG bedeutet das eine stärkere Ausrichtung auf anwendungsnahe Forschung, für die Branche einen direkteren Zugang zu wissenschaftlicher Expertise in einer Phase struktureller Veränderungen.