St.Gallen

HSG plant gemeinsames MBA-Programm mit Luxemburg

HSG plant gemeinsames MBA-Programm mit Luxemburg
Finanzminister Gilles Roth und HSG-Rektor Manuel Ammann unterzeichneten am 19. Mai anlässlich eines offiziellen Besuchs in St.Gallen die Absichtserklärung
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Die Universität St.Gallen und das Finanzministerium des Grossherzogtums Luxemburg wollen gemeinsam ein neues MBA-Programm aufbauen. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde am 19. Mai in St.Gallen unterzeichnet. Der Start ist für das Studienjahr 2027/2028 vorgesehen.

Text: stz.

Der geplante Studiengang soll sowohl in Luxemburg als auch in St.Gallen stattfinden und akademische Exzellenz mit einem starken Praxisbezug verbinden. Im Zentrum steht das luxemburgische Finanz-Ökosystem, das zu den international bedeutenden Finanzplätzen Europas zählt. Für die HSG ist die Zusammenarbeit zugleich ein wichtiger Schritt, um ihre Präsenz in den Benelux-Ländern auszubauen und den Zugang zu einem wirtschaftlich dynamischen europäischen Raum zu stärken.

«Gerade in Bezug auf den Finanzmarkt mit hohen Kompetenzen auf beiden Seiten sehe ich grosses Potenzial in einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Luxemburg und der Schweiz», sagt Prof. Manuel Ammann, Rektor der Universität St.Gallen. 

Der Start des Programms ist für das Studienjahr 2027/2028 vorgesehen

Ziel ist es, internationale Spitzentalente anzuziehen, die Attraktivität Luxemburgs als Standort für Fachkräfte zu erhöhen und bestehende Kompetenzen im Finanzwesen sowie in verwandten Branchen weiterzuentwickeln. Unternehmen sollen eng in das Programm eingebunden werden, damit der Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Finanzplatz von Anfang an praxisnah angelegt ist.

Für Prof. Karolin Frankenberger, Dekanin der Executive School der Universität St.Gallen, ist das Vorhaben auch strategisch bedeutsam: «Luxemburg ist eine Brücke in den europäischen Markt mit bedeutenden EU-Institutionen und einem der internationalsten Finanzplätze Europas vor Ort. Dieses Programm ist ein konkreter Schritt in Richtung unserer Vision, die führende Wirtschaftsuniversität Europas zu werden: Wir positionieren uns als europäisches Programm, das internationale Spitzentalente anzieht, für Karrieren in Luxemburg, Brüssel und darüber hinaus.»

Auch Luxemburg verbindet mit dem geplanten MBA-Programm klare standortpolitische Ziele. Das Grossherzogtum will seine Rolle als führendes Finanzzentrum Europas langfristig sichern und in die Qualifikation von Fachkräften investieren. Angesichts von Digitalisierung, künstlicher Intelligenz, zunehmender Regulierung und wachsendem internationalem Wettbewerb um Talente gewinnt Weiterbildung weiter an Bedeutung.

«Angesichts struktureller Veränderungen durch Digitalisierung und KI sowie steigender Komplexität der Regulierung und eines härteren globalen Talentwettbewerbs investieren wir in die Aus- und Weiterbildung qualifizierter Fachkräfte für unseren Arbeitsmarkt und somit in unsere Wettbewerbsfähigkeit», sagt Gilles Roth, Finanzminister des Grossherzogtums Luxemburg.

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