St.Gallen

Gewerbe Stadt St.Gallen will Sparringpartner sein

Gewerbe Stadt St.Gallen will Sparringpartner sein
Das Gastreferat hielt Brigadier Marco Knechtle zur sicherheitspolitischen Lage der Schweiz
Lesezeit: 3 Minuten

Rund 170 Personen haben sich am 12. Mai im Pfalzkeller zur 190. Generalversammlung von Gewerbe Stadt St.Gallen versammelt. Die Mitglieder genehmigten sämtliche statutarischen Geschäfte einstimmig. Präsident Gian Bazzi blickte auf ein engagiertes Verbandsjahr zurück und zeigte auf, wie sich Gewerbe Stadt St.Gallen als fortschrittlicher Sparringpartner für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft positionieren will.

Text: pd/stz.

Die 190. Generalversammlung von Gewerbe Stadt St.Gallen stand im Zeichen der strategischen Weiterentwicklung, des persönlichen Austauschs und eines eindringlichen Blicks auf das sicherheitspolitische Umfeld der Schweiz. Rund 170 Personen versammelten sich im Pfalzkeller. Sämtliche statutarischen Geschäfte wurden gutgeheissen.

Gian Bazzi blickte in seinem Präsidialreferat auf ein engagiertes Verbandsjahr 2025 zurück. Im Zentrum stand die strategische Weiterentwicklung des Verbands. Um auf dem politischen Parkett wieder schlagkräftiger auftreten zu können, sei es wichtig, sich offener gegenüber unterschiedlichen gesellschaftlichen Perspektiven zu zeigen. Gewerbe Stadt St.Gallen wolle sich als fortschrittlicher Sparringpartner positionieren, der wirtschaftliche Freiheit, soziale Verantwortung und ökologische Nachhaltigkeit miteinander verbindet.

Ideologische Debatten sollten nach Ansicht des Verbands durch pragmatische und zukunftsgerichtete Lösungen ersetzt werden. Zu diesem Zweck wurden die Strategiepapiere von Gewerbe Stadt St.Gallen überarbeitet. Zudem wurde das «Welcome-Kit» für Neumitglieder digitalisiert.

Präsident Gian Bazzi
Präsident Gian Bazzi

Praxisnahe Impulse und persönliche Begegnungen

Mit Veranstaltungen wie «Gewerbe@OST» und dem «Gewerbler Z’Morge» setzte der Verband auch im vergangenen Jahr auf praxisnahe Impulse und den persönlichen Austausch unter den Gewerblern. Zudem wurde das Engagement für eine attraktive Innenstadt weitergeführt, unter anderem mit den erstmals durchgeführten «Pick! Shopping Days».

Gewerbe Stadt St.Gallen bekräftigte an der Generalversammlung, sich weiterhin aktiv für unternehmensfreundliche Rahmenbedingungen und eine zukunftsorientierte Entwicklung der Stadt einzusetzen. Der Verband will nicht nur Interessen vertreten, sondern auch Impulse geben, Brücken bauen und konkrete Lösungen ermöglichen.

Die statutarischen Geschäfte, insbesondere der Jahresbericht 2025, die Jahresrechnung 2025 sowie das Budget 2026, wurden von den Mitgliedern einstimmig genehmigt. Im Ausblick auf das Programm 2026 erwähnte Präsident Gian Bazzi speziell den Mitgliederanlass, der einen exklusiven Einblick in das neue Ostschweizer Kinderspital St.Gallen ermöglichen wird.

Auch interessant

Gewerbe Stadt St.Gallen setzt auf politische Mitgestaltung
St.Gallen

Gewerbe Stadt St.Gallen setzt auf politische Mitgestaltung

Nachhaltigkeit als Treiber der Innovation
St.Gallen

Nachhaltigkeit als Treiber der Innovation

Erreichbarkeit als Wettbewerbsvorteil
St.Gallen

Erreichbarkeit als Wettbewerbsvorteil

Rund 170 Personen nahmen teil
Rund 170 Personen nahmen teil

«Wir leben nicht mehr im Heidiland!»

Das Gastreferat des Abends hielt Brigadier Marco Knechtle, Kommandant-Stellvertreter der Territorialdivision 4. Der Milizoffizier, der hauptberuflich als Rektor am Gymnasium St. Antonius in Appenzell arbeitet, verschaffte den Anwesenden einen Überblick über die aktuellen Kriegsherde auf der Erde und die Bedrohungen für die Schweiz.

Aus den zahlreichen Kampfhandlungen der heutigen Zeit lassen sich gemäss Knechtle mehrere Gemeinsamkeiten ableiten. Kriege würden zunehmend aus der Distanz geführt, etwa mit Drohnen und Langstreckenraketen. Kritische Infrastrukturen würden gezielt angegriffen. Zudem schaffe die hybride Kriegsführung mit Cyberangriffen und Sabotage neue Angriffsflächen. «Wir leben nicht mehr im Heidiland!», bekräftigte Knechtle.

Besonders mit Blick auf den Krieg in der Ukraine sei die Gefahr sehr nahe. Aufgrund ihrer geografischen Lage im Zentrum Europas werde die Schweiz bei näheren Konflikten trotz Neutralität zwangsläufig dem Kriegsgeschehen ausgesetzt sein. Deshalb brauche es Investitionen in einsatzfähiges Material und eine flächendeckende Ausrüstung. Heute könnte im Ernstfall gerade einmal ein Drittel der Armee vollständig ausgerüstet werden. Ausserdem gelte es, technologische Fortschritte zu nutzen und die internationale Zusammenarbeit mit gemeinsamen Trainings voranzutreiben.

Wie jedes Jahr offerierte der Verband zum Abschluss der Generalversammlung den traditionellen 3B-Imbiss mit Bratwurst, Bürli und Bier. Die Mitglieder nutzten die Gelegenheit zum offenen und informellen Austausch untereinander sowie mit Vertretern aus Politik und Verwaltung.

Auch interessant

Der Mensch bleibt im Mittelpunkt
St.Gallen

Der Mensch bleibt im Mittelpunkt

City-Gruppe bringt BYD in die Ostschweiz
St.Gallen

City-Gruppe bringt BYD in die Ostschweiz

St.Gallen senkt Zinssatz für kantonale Covid-Kredite auf 0 Prozent
St.Gallen

St.Gallen senkt Zinssatz für kantonale Covid-Kredite auf 0 Prozent