Ostschweiz

«Bern und St.Gallen mit starken Entscheiden zur Engpassbeseitigung»

«Bern und St.Gallen mit starken Entscheiden zur Engpassbeseitigung»
Marcel Aebischer, Präsident TCS Sektion St.Gallen-Appenzell I.Rh.
Lesezeit: 2 Minuten

Stände- und Nationalrat haben mit einem deutlichen Mehr das Generationenprojekt Engpassbeseitigung in St.Gallen genehmigt. Auch in der Herbstsession des St.Galler Kantonsrats wurde mit fast 80 Prozent dem Jahrhundertprojekt zugestimmt. Das freut den TCS Sektion St.Gallen-Appenzell I.Rh.

Text: pd

Das eidgenössische Parlament hatte neben den fünf weiteren Projekten aus dem Raum Basel, Schaffhausen, Bern und der Romandie nun auch die 3. Röhre Rosenbergtunnel und den Anschluss Güterbahnhof in der Ostschweiz dem Realisierungshorizont 2030 zugewiesen. Auch in der Herbstsession des Kantonsrats St.Gallen wurde mit fast 80 Prozent diesem Jahrhundertprojekt zugestimmt.

Die TCS Sektion St.Gallen-Appenzell I.Rh. ist sehr erfreut über die getroffenen Entscheide zugunsten einer zukunftsgerichteter und lösungsorientierten Mobilität für alle Verkehrsnutzer, wie sie in einer Mitteilung schreibt.

Weitere Hürde genommen

Die Sanierung der beiden bestehenden Röhren des Rosenbergtunnels ist unabdingbar und bereits geplant. Ohne die 3. Röhre käme es zu massiven Verkehrsproblemen auf der für die ganze Ostschweiz wichtigen Autobahn, in der Stadt St.Gallen und in der gesamten Agglomeration, da die Tunnelröhren während der Sanierung gesperrt werden müssen.

Der Anschluss Güterbahnhof verhindert einen Verkehrskollaps in der Stadt St.Gallen und erlaubt die Aufwertung der Quartiere und die Verbesserung der Lebensqualität. Das Güterbahnhofareal bleibt dank dem Entscheid, 95% des Verkehrs unterirdisch zu führen für städtebauliche Planungen frei und offen für die Arealentwicklung.

Weniger Staus, weniger Verkehr in den Gemeinden

Die Investitionen basieren auf dem Strategischen Entwicklungsprogramm (STEP) des Bundesrats. Das STEP hat zum Ziel, die Funktions- und Leistungsfähigkeit des Nationalstrassennetzes zu gewährleisten. Dies ist auch dringend notwendig: Der Grossteil des schweizerischen Nationalstrassennetzes stammt aus den 60er- und 70er-Jahren und stösst an seine Grenzen.

Allein im Jahr 2022 wurden 39’900 Staustunden registriert, deutlich mehr als in allen vorangegangenen Jahren. Die kontinuierliche Zunahme der Staus führt dazu, dass sich immer mehr Verkehr auf die Kantons- und Gemeindestrassen verlagert.

Die finanziellen Mittel für die Investitionen in das Nationalstrassennetz stammen aus dem Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrs-Fonds (NAF). Die wichtigsten Quellen des NAF sind die Treibstoffbesteuerung und die Strassenbenutzungsgebühren, insbesondere die Einnahmen aus dem Verkauf der Autobahn-Vignetten. Die Finanzierung ist somit gesichert und erfolgt ausschliesslich nach dem Prinzip «von der Strasse für die Strasse».

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Weniger Polemik, mehr Lösungen

Die TCS Sektion St.Gallen-Appenzell I.Rh. setzt sich für Lösungen rund um eine gesamtheitliche Verkehrspolitik ein. Das von der politisch linken Seite permanente Ausspielen einzelner Verkehrsträger ist weder zukunftsorientiert noch nachhaltig. Die Androhung, auf nationaler Ebene gegen den Entschluss der Räte ein Referendum zu ergreifen, ist als Zwängerei und ideologisch geprägte Ausspielungstaktik zu verstehen.

Anstatt wichtige Verkehrsträger stets zu blockieren, sollen mehr Lösungen aufgezeigt werden. Die TCS Sektion St.Gallen-Appenzell I.Rh. hat sich in den vergangenen Jahren intensiv mit den erwähnten Projekten auseinandergesetzt und stellte fest, dass die Projekte für die Bewältigung des Verkehrs, die Entlastung der städtischen Verkehrswege zur Förderung des Langsamverkehrs und für die Entwicklung der Quartiere essenziell sind.

 

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