Wie macht Arbeit glücklich?
Text: stz.
Mathias Binswanger ordnete das Thema aus ökonomischer Sicht ein. Er zeigte auf, dass Arbeit einerseits Einkommen sichert, andererseits aber auch Identität, Struktur und gesellschaftliche Teilhabe vermittelt. Gleichzeitig könne Arbeit krank machen, wenn sie dauerhaft als fremdbestimmt, sinnlos oder belastend erlebt werde. Die Diskussion drehte sich deshalb auch um die Frage, welche Berufe besonders glücklich machen und welche Faktoren Zufriedenheit im Arbeitsalltag fördern.
Jenny Schäpper-Uster brachte die Perspektive der neuen Arbeitswelt ein. Co-Working sei mehr als ein Schreibtisch ausserhalb des klassischen Büros. Es gehe um Gemeinschaft, Austausch und ein Umfeld, das produktives Arbeiten ermöglicht. Im Unterschied zum Homeoffice könne Co-Working soziale Isolation vermeiden und gleichzeitig Flexibilität bieten. Gerade für Selbstständige, kleine Unternehmen oder Mitarbeiter mit hybriden Arbeitsmodellen entstehe dadurch ein neuer Arbeitsraum zwischen Büro und Zuhause.
Auch Lohntransparenz wurde diskutiert. Sie kann Vertrauen schaffen, aber auch Neid auslösen, wenn die Kriterien nicht nachvollziehbar sind. Entscheidend sei daher nicht Transparenz um jeden Preis, sondern Fairness, Verständlichkeit und eine Unternehmenskultur, die offen mit Leistung, Verantwortung und Entwicklungsmöglichkeiten umgeht.
Der Anlass wurde von Cronberg, dem LEADER als Medienpartner sowie Sylvia Egli vom Hof zu Wil unterstützt. Die nächste Ausgabe von «Wirtschaft in der Wirtschaft» wird am 6. Juli 2026 auf der Schwägalp aufgezeichnet. Details zu Gast und Thema folgen. Tickets sind unter www.wirtschaft-in-der-wirtschaft.ch erhältlich.
