Thurgau

TKB präsentiert Rekordgewinn

TKB präsentiert Rekordgewinn
Thomas Koller, Vorsitzender der Geschäftsleitung
Lesezeit: 4 Minuten

Die Thurgauer Kantonalbank kann erneut mit einem sehr guten Geschäftsergebnis aufwarten: Der ausgewiesene Jahresgewinn von 162 Millionen Franken ist der höchste in der 155-jährigen Geschichte der Bank. Die Dividende für Partizipationsscheine wird auf 3,60 Franken erhöht. Das sind 20 Rappen mehr pro Titel.

Text: pd/stz.

Die TKB schreibt für das Geschäftsjahr 2025 sehr gute Zahlen. Im Kerngeschäft resultierte erneut ein Wachstum, ebenso bei allen Erfolgspfeilern. Die Eigenmittel konnten weiter gestärkt werden, und die Bank hat 5'500 neue Kunden gewonnen. Die TKB sei überaus solide aufgestellt und gehöre zu den bestkapitalisierten Banken, sagten Bankpräsident Roman Brunner und der GL-Vorsitzende Thomas Koller an der Bilanzmedienkonferenz in Weinfelden.

Kundenvermögen gesteigert

In ihrem Kerngeschäft, dem Hypothekargeschäft, konnte die TKB erneut wachsen und das Volumen um 440 Millionen Franken steigern (+ 1,7 Prozent). Das Plus fällt vor dem Hintergrund der anspruchsvollen Refinanzierung jedoch tiefer aus als in den Vorjahren. Die gesamten Kundenausleihungen wuchsen um 1,4 Prozent auf 27,3 Milliarden Franken. Um 1,7 Prozent stiegen die Kundeneinlagen auf der Passivseite der Bankbilanz. Diese belaufen sich zu Jahresende auf 19,4 Milliarden Franken.

Der Nettoneugeldzufluss im Anlagegeschäft beträgt 944 Millionen Franken. Die verwalteten Kundenvermögen der TKB erhöhten sich um 2 Milliarden (+ 7,5 Prozent) auf 28,7 Milliarden Franken. Die Bilanzsumme beträgt 36 Milliarden Franken, was einem Wachstum von 1,7 Prozent entspricht.

«Die TKB beweist auch in anspruchsvollen Zeiten Stabilität und eine hohe Konstanz bei Wachstum und Erträgen.»

Roman Brunner, Präsident des Bankrates

Höherer Ertrag

Ertragsmässig konnte die TKB erneut zulegen. Der Geschäftsertrag wuchs um 4,5 Prozent auf 439 Millionen Franken. Dazu trugen alle Ertragssparten bei. Den höchsten Anteil hat das Zinsengeschäft, wo die TKB den Bruttoertrag um 2,3 Prozent steigern konnte. Nach Berücksichtigung des weiterhin tiefen Wertberichtigungsbedarfs resultiert ein Nettozinserfolg von 301 Millionen Franken. Dies entspricht einem Plus von 4,1 Prozent.

Angesichts der florierenden Börsen und der guten Entwicklung im Anlagegeschäft konnte die TKB auch im indifferenten Geschäft mehr Ertrag erzielen. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft beläuft sich auf 87 Millionen Franken (+ 8,6 Prozent). Der Handelserfolg von 45 Millionen Franken bewegt sich leicht über der Vorjahresmarke (+ 0,8 Prozent).

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Starke operative Leistung

Der Geschäftsaufwand nahm im Zuge der Strategieumsetzung und des höheren Mitarbeiterbestandes erneut zu. Mit 2,7 Prozent fällt der Anstieg tiefer aus als im Vorjahr, was auch im strikten Kostenmanagement der Bank begründet liegt. Der Personalaufwand beträgt 129 Millionen Franken, der Sachaufwand liegt bei 68 Millionen Franken.

Dass die Erträge deutlich stärker anstiegen als der Aufwand, manifestiert sich im Geschäftserfolg, der Kennzahl für die operative Leistung. Dieser nahm um 5,1 Prozent oder 11 Millionen auf 230 Millionen Franken zu. Die tiefe Cost-Income-Ratio von 44,4 Prozent unterstreicht die seit Jahren hohe Effizienz der Bank.

Jahresgewinn gesteigert

Die TKB kann ihre solide Eigenmittelbasis erneut stärken. Die Zuweisung an die Reserven für allgemeine Bankrisiken beläuft sich auf 57 Millionen Franken. Unter Berücksichtigung des Steueraufwandes resultiert ein Jahresgewinn von 162 Millionen Franken (+ 2,7 Prozent). Dies ist der höchste je ausgewiesene Wert. Auf einem hohen Niveau, nämlich bei 21 Prozent, bewegt sich auch die Kapitalquote der Bank.

Diese übertrifft die regulatorischen Anforderungen sowie jene des Eigentümers und zeugt von der hohen Stabilität der Bank. Die Veränderung der Kapitalquote gegenüber dem Vorjahr hängt auch mit den veränderten Eigenkapitalvorschriften nach Basel III Final zusammen, die auf das Berichtsjahr hin in Kraft getreten sind.

«Die TKB konnte 2025 erneut ausgezeichnete Leistungen erzielen und die Kundenzufriedenheit hochhalten.»

Thomas Koller, Vorsitzender der Geschäftsleitung

Höhere Gewinnablieferung und Dividende

Vom starken Jahresresultat profitieren die Eigentümer der Bank. Die Dividende pro Partizipationsschein wird erneut erhöht. Sie beläuft sich für 2025 auf 3,60 Franken (+ 20 Rappen pro Titel). An den Haupteigentümer, den Kanton Thurgau, liefert die Bank 55,7 Millionen Franken Gewinn ab. Das sind 3 Millionen oder 5,6 Prozent mehr als im Vorjahr. An die gewinnanteilsberechtigten Gemeinden fliesst das gesetzliche Maximum von 3 Millionen Franken.

In die Staatskasse fliesst zudem das Entgelt für die Staatsgarantie von 8,8 Millionen Franken und für das Grundkapital von 1,9 Millionen Franken. Berücksichtigt man zusätzlich die Steuern von 11 Millionen Franken, belaufen sich die Abgaben an die öffentliche Hand auf rund 80 Millionen Franken. Pro Thurgauer ergibt dies im Schnitt knapp 270 Franken.

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Zufriedene Kunden und Mitarbeiter

Bei der Umsetzung der Unternehmensstrategie ist die Bank weiterhin im Plan. Im Zuge der schrittweisen Erneuerung der Geschäftsstellen hat die TKB 2025 den Standort Aadorf im neuen Erscheinungsbild wiedereröffnet und die TKB Müllheim umgebaut. Die vielfältigen Dienstleistungen rund um Vorsorge und Pensionierung sind unter der neuen Marke «TKB Pensionszentrum» gebündelt worden, wobei das umfassende Beratungsangebot auch Nichtkunden offensteht. Flexibler ausgestaltet wurden auf das laufende Jahr hin die Basisleistungen im Privatkundengeschäft.

Im Arbeitsmarkt und bei den Mitarbeitern verfügt die TKB über ein sehr gutes Image. Das zeigt unter anderem eine schweizweite Arbeitgeberbewertung, bei der die TKB als beste Bank punkten konnte. Überdurchschnittlich hoch ist die Kundenzufriedenheit, die seit 2025 noch intensiver und häufiger gemessen wird als früher. Auch für Gesellschaft und Region hat die TKB im Berichtsjahr Akzente gesetzt, unter anderem mit Sponsoringleistungen im Umfang von über 1,6 Millionen Franken.

Positiver Ausblick

Im laufenden Jahr will die TKB ihre Positionierung als Anlage- und Vorsorgebank weiter stärken. Dafür hat sie 2025 die organisatorischen Weichen gestellt und einen eigenständigen Geschäfts- und Vertriebsbereich Private Banking geschaffen. Auch im Bereich der Digitalisierung will sie die Möglichkeiten gezielter nutzen und ihre Prozesse noch effizienter ausgestalten.

Im laufenden Jahr steht die Überprüfung der Unternehmensstrategie auf der Agenda, um einen nahtlosen Übergang in die neue Periode sicherzustellen. Bereits aktualisiert worden ist die Nachhaltigkeitsstrategie. Für das laufende Jahr geht die TKB von einem erfolgreichen Geschäftsgang aus. In finanzieller Hinsicht erwartet sie jedoch einen tieferen Unternehmenserfolg als 2025.

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