Thurgauer IHK sieht grösstes Sparpotenzial in effizienteren Prozessen
Text: pd/stz.
Eng damit verbunden ist aus Sicht der IHK die Einführung eines Systems zur Arbeitszeit- und Leistungserfassung in der Verwaltung. Nur so könnten die Kosten pro Leistung transparent ausgewiesen und fundierte Effizienzsteigerungen erreicht werden. Zudem empfiehlt die IHK, die Aufgaben- und Verzichtsplanung mit dem laufenden Regulierungsabbau zu verknüpfen, der durch die Überprüfung des Thurgauer Rechtsbuchs angestossen wurde.
Nicht angesprochen werden im Bericht nach Einschätzung der IHK geplante und notwendige Investitionen. Diese dürften durch Sparmassnahmen nicht verhindert werden. Wo möglich, solle aber ihre Zweckgebundenheit gelockert werden.
Grundsätzlich wertet die IHK den Befund positiv, dass die Thurgauer Verwaltung gemäss Benchmarking insgesamt schlank aufgestellt ist. Die Aussagekraft dieses Benchmarkings sei jedoch begrenzt, da jeweils nur ein Wert pro Bereich ausgewiesen werde und die Vergleichskantone wechselten. Dennoch erwartet die IHK, dass dort konkrete Sparvorschläge erarbeitet werden, wo der Thurgau über dem Mittelwert der Vergleichskantone liegt. Alternativ müsse begründet werden, weshalb höhere Kosten im Thurgau gerechtfertigt sind.
Auch beim Kostenstellenvergleich über die Zeit sieht die IHK Handlungsbedarf. Bei den 32 erwähnten Kostenstellen mit überdurchschnittlichem Kostenwachstum soll die Verwaltung konkrete Sparvorschläge vorlegen. Nur mit transparenten Daten, messbaren Leistungen und effizienteren Abläufen lasse sich das angestrebte Entlastungsziel nachhaltig erreichen.