Stadler zieht Rekurs gegen SBB-Vergabe zurück
Text: pd/stz.
Mit dem Rekurs wollte Stadler eine unabhängige Überprüfung durch das Bundesverwaltungsgericht als unabhängige Instanz erreichen. Im Verlauf des Gerichtsverfahrens hat Stadler zwar Einblicke erhalten, jedoch nicht die erhoffte vollständige Transparenz. Zahlreiche Dokumente aus dem Angebot blieben vollständig geschwärzt. Für Stadler sind damit inhaltlich relevante Passagen und entscheidende Nachweise für den Vergabeentscheid unzugänglich geblieben.
Deutlich erkennbar ist jedoch, dass die SBB ihren Ermessensspielraum bei der Bewertung der Angebote voll zugunsten des siegreichen Angebots genutzt hat. Dies geht aus den Gerichtsunterlagen hervor. Die SBB hat sich für ein bisher nicht erprobtes und gänzlich neues Zugsmodell entschieden.
Stadler hat dagegen einen Doppelstockzug angeboten, von dem sich 153 Züge im täglichen Einsatz bewähren. Dieser Zug zählt zu den zuverlässigsten in der Flotte der SBB.
Aufgrund der stark eingeschränkten Informationen hat Stadler keine Anhaltspunkte gefunden, um das Gerichtsverfahren weiterzuführen, und zieht daher den Rekurs per 7. April 2026 zurück.
Verwaltungsratspräsident Peter Spuhler: «Wir bedauern den Entscheid nach wie vor, müssen diesen aber aufgrund der uns vorliegenden Informationen akzeptieren. Stadler richtet den Fokus auf die Weiterführung der langjährigen und erfolgreichen Zusammenarbeit mit der SBB.»