Thurgau

Stadler liefert bis zu 20 Flirt-Züge nach Grosspolen

Stadler liefert bis zu 20 Flirt-Züge nach Grosspolen
Wojciech Jankowiak, stv. Marschall der Woiwodschaft Grosspolen, Marschall Marek Woźniak, Radosław Banach, Vorstandsvorsitzender Stadler Polen und Arkadiusz Świerkot, Vorstandsmitglied Stadler Polen
Lesezeit: 2 Minuten

Stadler und das Marschallamt der Woiwodschaft Grosspolen haben einen Vertrag über die Lieferung von zunächst zehn fünfteiligen Flirt-Elektrotriebzügen unterzeichnet. Zusätzlich besteht eine Option auf weitere zehn Fahrzeuge. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf rund 263 Millionen Euro; die ersten Züge sollen Anfang 2028 in Betrieb gehen.

Text: pd/stz.

Die neuen Fahrzeuge gehören zur neuesten Generation der Flirt-Familie, dem weltweit meistverkauften Zugmodell von Stadler. Insgesamt wurden bereits mehr als 3000 Flirt-Züge in 24 Ländern verkauft.

«Wir werden innovative Flirt-Fahrzeuge der neuesten Generation nach Grosspolen liefern – moderne und energieeffiziente Triebzüge, von denen weltweit bereits mehr als 3000 Einheiten verkauft wurden. Die Flirt-Flotte hat ihre Zuverlässigkeit und ihren Komfort seit Jahren eindrucksvoll bewiesen», sagt Radosław Banach, Vorstandsvorsitzender von Stadler Polska.

Die Züge werden in Polen gebaut. Allein im Stadler-Werk im ostpolnischen Siedlce wurden bereits mehr als 650 Flirt-Züge für Betreiber aus 18 Ländern produziert, davon 127 für den Einsatz auf polnischen Strecken.

Der Auftrag hat auch für die Region Grosspolen grosse Bedeutung. Neben der Modernisierung des regionalen Bahnverkehrs stärkt er die lokalen Engineering-Kapazitäten von Stadler. «Die Ingenieure von Stadler Polska – darunter unser Team in Poznań – werden die neuen Fahrzeuge entwickeln und damit einen direkten Mehrwert für die Region schaffen», sagt Banach. Das Engineering-Team umfasst derzeit rund 100 Fachkräfte, etwa die Hälfte davon arbeitet in Poznań. Noch in diesem Jahr sollen rund 20 weitere Ingenieure eingestellt werden.

Die fünfteiligen Flirt-Züge bieten Platz für bis zu 632 Fahrgäste, davon mehr als 250 Sitzplätze, und erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 Kilometern pro Stunde. Dank der leichten Aluminiumkonstruktion verbrauchen sie weniger Energie als herkömmliche Stahlzüge und verursachen geringere Betriebskosten sowie einen kleineren ökologischen Fussabdruck.

Die Fahrzeuge verfügen über grosszügige Einstiegsbereiche, viel Niederflurfläche und vollständige Barrierefreiheit für mobilitätseingeschränkte Personen, Rollstuhlfahrer, Kinderwagen und Fahrräder. Zur Ausstattung gehören zudem ETCS Level 2, Klimaanlagen, Videoüberwachung, ein modernes Fahrgastinformationssystem, WLAN sowie Sicherheitseinrichtungen wie Defibrillatoren und Notrufsprechanlagen.

Stadler ist seit 2006 in Polen tätig und hat seine Präsenz seither kontinuierlich ausgebaut. Heute beschäftigt das Unternehmen dort mehr als 2000 Mitarbeiter. Zum polnischen Netzwerk gehören drei Produktionsstandorte in Siedlce, Środa Wielkopolska und Białystok, Engineering-Büros in Poznań, Siedlce und Warschau sowie Servicezentren in Łódź und Sochaczew.

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