Mit dynamischen Stromtarifen gewinnt auch das bidirektionale Laden zunehmend an Bedeutung. Das Elektroauto wird zum flexiblen Speicher, der bei niedrigen Strompreisen laden und bei hohen Tarifen Strom einspeisen kann. «Besonders im Einfamilienhaus ist Vehicle-to-Home einfacher umzusetzen als die Einspeisung direkt ins öffentliche Stromnetz oder in grössere Gebäude», erläuterte Lukas Omlin, Projektleiter am SPF.
Aufgrund der meist sehr geringen Rückspeiseleistungen stellen sich Fragen zur Effizienz und zu Verlusten, die bisher noch nicht systematisch untersucht wurden. Antworten sucht Omlin zusammen mit dem IES Institut für Energiesysteme der OST und der Berner Fachhochschule im gemeinsamen Forschungsprojekt «V2Heff – Steigerung der Energie- und Kosteneffizienz von V2H», wobei «V2H» für «Vehicle-to-Home» steht. Eine Testinfrastruktur wurde am Campus Rapperswil-Jona der OST aufgebaut und sammelt nun Erkenntnisse. Auf deren Basis entwickelt das Projektteam ein Konzept, das die Effizienz von Vehicle-to-Home erheblich steigern soll.