St.Gallen

Schreiner besichtigen Klanghaus-Baustelle

Schreiner besichtigen Klanghaus-Baustelle
Gut 50 Mitglieder des Schreinerverband Kanton St.Gallen konnten auf einem Baustellenrundgang einen Einblick in das entstehende Toggenburger Klanghaus gewinnen
Lesezeit: 2 Minuten

Die Mitglieder des Schreinerverband Kanton St.Gallen besichtigten die Klanghaus-Baustelle am Schwendisee in Wildhaus. Die Fachleute erhielten einen spannenden Einblick in das aussergewöhnliche Bauprojekt und erfuhren zahlreiche Besonderheiten.

Text: Ralph Dietsche

Rund 23,3 Millionen Franken werden aktuell für den Bau des Klanghauses im Toggenburg investiert. Im Frühling 2025 soll das Zentrum für Naturtonmusik eröffnet werden. Die akustisch optimalen Räume werden dann für Kurse der Klangwelt Toggenburg, von externen Kursgruppen, für interdisziplinäre Klangsymposien sowie Projektwochen von Vereinen, Musikgruppen und Schulen genutzt.

Das Klanghaus wird als begehbares Instrument gebaut, das einem Resonanzkörper einer Violine ähnelt. Entsprechend spannend ist es, die Entstehung des aussergewöhnlichen Bauwerks hautnah mitzuerleben und Hintergrundinformationen zu erfahren.

Auf einer Führung erhielten die Mitglieder des Schreinerverband des Kantons St.Gallen durch Raphael Gygax, Geschäftsführer der Klangwelt Toggenburg, sowie die Jodlerin Katja Bürgler einen tiefen Einblick in den aktuellen Baufortschritt sowie die Entstehungsgeschichte des Hauses und dessen Architektur.

Überzeugende Handwerkskunst

Besonderes Interesse zeigten die Schreinerinnen und Schreiner an den Ausführungen der Holzarbeiten. So erfuhren sie unter anderem, dass die Aufrichtarbeiten nach Fertigstellung der Bodenplatten dank der Vorfertigung der Elemente sowie den optimalen Wetterbedingungen lediglich sechs Wochen dauerten.

Wer vor dem Neubauobjekt steht, nimmt dank der Architektur das Volumen des Gebäudes gar nicht war. Dieses eröffnet sich erst, wenn man in den verschiedenen Konzert- und Übungssälen sowie Nebenräumen steht. Die anspruchsvolle Geometrie der Räume, die inneren Wand- und Deckenkonstruktionen sowie deren Resonanzöffnungen und vorgesehenen Verkleidungen machen das Klanghaus einmalig.

Nicht ohne Stolz wurden die Fachleute vom Klanghaus-Geschäftsführer immer wieder auf Besonderheiten, deren Wirkung sowie die Einzigartigkeit des zu erwartenden Tonerlebnisses hingewiesen.

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Holz aus der Region genutzt

Ein Grossteil des Konstruktionsholzes stammt gemäss den Ausführungen von Raphael Gygax aus der Schweiz. Das Holz der schätzungsweise 500'000 Schindeln, welche das Gebäude vor Witterungseinflüssen schützen, ist gar wenige hundert Meter entfernt gewachsen.

Etwa die Hälft der verwendeten Schindeln wurden in nächster Umgebung handgespalten. Die unregelmässige Anordnung der Schindeln gibt dem Gebäude ein eigenes Bild. Dieses stellt eine Art Tonwelle dar und nimmt optisch die Wellen des angrenzenden Schwendisees auf.

Der inzwischen verstorbene Architekt Marcel Meili hat ohnehin darauf geachtet, dass sich das Klanghaus optimal in die Landschaft einfügt und den typischen Toggenburger Charakter aufnimmt. Zum Abschluss des interessanten Rundgangs erhielten die Schreinerinnen und Schreiner bei einem gemeinsamen Jodel mit Katja Bürgler einen ersten Eindruck, wie es künftig im Klanghaus tönen wird.

Inspiriert von der Musik und der Handwerkskunst stärkten sich die Verbandsmitglieder im Anschluss an den informativen Teil in der naheliegenden Alpenrose und nutzten die Gelegenheit, zu fachsimplen sowie die Kameradschaft zu pflegen.

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