Meeting Metrics macht aus Sitzungen automatisch Protokolle
Text: stz.
Künstliche Intelligenz ist für viele Unternehmen noch immer ein schwer greifbares Thema. Meeting Metrics zeigt, wie KI im Arbeitsalltag konkret eingesetzt werden kann. Wir zeigen, dass KI nicht abstrakt bleiben muss, sondern ganz konkret dort hilft, wo in Organisationen täglich viel Zeit verloren geht», sagt Co-Founder Baris Gökduman.
Das in St.Gallen gegründete Unternehmen hat eine Plattform entwickelt, die Gespräche automatisch dokumentiert und nachbearbeitet. Aus Sitzungen entstehen Protokolle, Zusammenfassungen und Aufgaben, ohne dass Teilnehmer ihre Notizen mühsam nachführen oder lange Protokolle manuell schreiben müssen.
«Viele Organisationen sprechen über künstliche Intelligenz, wissen aber noch nicht genau, wo sie anfangen sollen», sagt Baris Gökduman. «Wir setzen dort an, wo fast alle betroffen sind: bei Sitzungen, Protokollen, Aufgaben und der Frage, was nach einem Gespräch wirklich hängen bleibt.»
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Schweizer Markt. Meeting Metrics setzt auf Schweizerdeutsch, Datenverarbeitung in der Schweiz und eine Lösung, die sich in regionalen Unternehmen und Organisationen unkompliziert einsetzen lässt. Damit adressiert das Startup zentrale Fragen, die viele Betriebe beim Einsatz von KI beschäftigen: Verständlichkeit, Datenschutz, Alltagstauglichkeit und Verlässlichkeit.
«Für uns war von Anfang an wichtig, dass Meeting Metrics nicht einfach eine internationale Standardlösung kopiert», sagt Gökduman. «Unsere Kunden wollen eine Lösung, die Schweizerdeutsch versteht, sensible Daten sorgfältig behandelt und im Alltag von KMU, Schulen, Verwaltungen oder Verbänden wirklich funktioniert.»
Wie breit die Anwendungsmöglichkeiten sind, zeigen Beispiele aus der Praxis
Yannik Brunner etwa nutzt Meeting Metrics im Verbandsumfeld und zeigt, wie sich die Protokollarbeit deutlich verkürzen lässt. Pablo Hirsbrunner seinerseits setzt die Plattform im Schulbereich ein, wo Sitzungen dadurch klarer strukturiert und effizienter nachbearbeitet werden können. Prof. em. Dr. med. Pietro Vernazza wiederum verwendet Meeting Metrics für medizinische Dokumentation ohne zusätzliche Nachbearbeitung. Auch NZZ Connect hat die Lösung erfolgreich im Event- und Content-Umfeld pilotiert.
Für Gökduman zeigt diese Entwicklung, dass der Bedarf nach praxistauglicher KI gross ist. Viele Organisationen verbringen nach wie vor viel Zeit mit Sitzungsprotokollen, Zusammenfassungen und der Verteilung von Aufgaben. Genau hier setzt Meeting Metrics an: Die Plattform soll administrative Arbeit reduzieren und gleichzeitig dafür sorgen, dass Besprochenes nicht verloren geht.
«Es geht nicht darum, Menschen in Sitzungen zu ersetzen», sagt Gökduman. «Es geht darum, sie von repetitiver Nachbearbeitung zu entlasten. Wer weniger Zeit mit Protokollen verbringt, kann sich stärker auf Entscheidungen, Inhalte und Umsetzung konzentrieren.»
Gerade für KMU, Verwaltungen, Schulen und Verbände kann dies einen spürbaren Unterschied machen. Sitzungen gehören in vielen Organisationen zum Alltag, ihre Nachbereitung bindet jedoch oft wertvolle Ressourcen. Wenn Protokolle, Aufgaben und Zusammenfassungen automatisch entstehen, bleibt mehr Zeit für inhaltliche Arbeit, Entscheidungen und Umsetzung.
«Wir sind in St.Gallen gestartet und wollen von hier aus zeigen, dass auch regionale Tech-Unternehmen Lösungen entwickeln können, die schweizweit relevant sind», sagt Gökduman. «Für uns ist entscheidend, dass KI Vertrauen schafft, Arbeit vereinfacht und echten Nutzen bringt.»