Drei Ostschweizer Projekte im Finale von Best of Swiss Software
Text: pd/red
Das Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität Bern hat sämtliche Einreichungen für Best of Swiss Software 2026 geprüft und 19 Projekte für die zweite Runde nominiert. Sie treten in den vier Kategorien AI Systems, Business Process Applications, Data Platforms und Integrated Business Software an.
Die drei Projekte mit Ostschweizer Beteiligung sind alle in der Kategorie Business Process Applications nominiert. Beteiligt sind die Abraxas Informatik AG aus St.Gallen, die Online Consulting AG aus Wil, die BERNINA International AG aus Steckborn und der Kanton St.Gallen.
Beim Projekt «E-Collecting-Plattform für Volksinitiativen & Referenden» ist der Kanton St.Gallen Auftraggeber, Abraxas Auftragnehmer. Die Plattform ermöglicht es Stimmberechtigten, Initiativen und Referenden elektronisch und ortsunabhängig zu unterzeichnen. Als schweizweit erster produktiver Pilot verbindet sie Bevölkerung, Komitees, Gemeinden und Behörden in einem digitalen Verwaltungsprozess. Ein laufendes Bug-Bounty-Programm soll zusätzlich zur Sicherheit beitragen.
Online Consulting mit zwei Projekten vertreten
Gleich zweimal im Finale steht Online Consulting. Das Unternehmen hat für die Stiftung Visoparents eine integrierte digitale Plattform realisiert. Historisch gewachsene Insellösungen wurden durch eine zentrale Business-Plattform ersetzt, die Personal, Betreuung, Administration und Fundraising auf einer gemeinsamen Datenbasis zusammenführt. Zum Einsatz kamen unter anderem AI, Cloud und Vibe Coding.
Beim zweiten nominierten Projekt von Online Consulting ist mit BERNINA auch der Auftraggeber in der Ostschweiz ansässig. Das BERNINA iPortal bildet den digitalen Backbone für mehr als 2000 Fachhändler weltweit. Die Plattform deckt unter anderem Verkauf, Bestellung, Bezahlung, Service, Reparatur, Ersatzteile, Marketing und Training ab.
Ergänzt wurde sie um E-Commerce für den US-Markt und den AI-Agenten «BERNINA Mate». Dieser erschliesst rund 25'000 Inhalte per Text und Sprache und kann Videos direkt an der relevanten Stelle starten.
Entscheidung fällt im November
Mit der Nomination haben die 19 Projekte die erste von zwei Stufen des Jurierungsprozesses geschafft. Am 2. Oktober präsentieren die Teams ihre Projekte am Jurytag in Zürich. Für jedes Projekt stehen zehn Minuten Präsentationszeit und weitere zehn Minuten für Fragen der Fachjury zur Verfügung.
Die Gewinner werden am 11. November 2026 an der Award Night im Zürcher Kongresshaus bekannt gegeben. In jeder der vier Kategorien werden Gold, Silber und Bronze vergeben.